Generalinspekteur, FlexibilitÀt

Generalinspekteur will mehr FlexibilitÀt bei Litauen-Brigade

04.07.2024 - 06:46:57 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, geht davon aus, dass sich fĂŒr die geplante stĂ€ndige Bundeswehr-Brigade in Litauen genug Soldaten finden, fordert aber mehr FlexibilitĂ€t bei den Zulagen.

Bundeswehr-Soldaten (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Wir mussten fĂŒr den Aufstellungsstab der Litauen-Brigade knapp 120 Dienstposten besetzen. Davon waren 115 innerhalb einer Woche vergeben. Und wir hatten dazu 900 Bewerbungen", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland".

Er treffe bei Truppenbesuchen immer wieder Soldaten, die sagten: "Ja, da möchten wir mitmachen." Es gebe jedenfalls eine große Bereitschaft, die Brigade in Litauen aufzustellen, weil viele einen Sinn darin sehen. Viele Soldaten hĂ€tten in Litauen schon positive Erfahrungen gesammelt: die Dankbarkeit der Menschen und die herzliche Aufnahme. "Sie sagen, ich kann mir eine Stationierung dort auch mit Familie vorstellen. Breuer sagte weiter: "DafĂŒr muss man allerdings Rahmenbedingungen schaffen, Arbeitsmöglichkeiten fĂŒr Partner etwa oder KindertagesstĂ€tten. Die Bereitschaft der Litauer dazu ist enorm. Wenn es ein Hindernis gibt, dann ist es manchmal die deutsche Regelungslust." Zudem schreibe man "an einem Gesetz mit VerĂ€nderungen fĂŒr die derzeitige Vorschriftenlage, aber nicht nur fĂŒr die Stationierung in Litauen, sondern zum Beispiel auch fĂŒr die RĂŒckkehr, sodass Soldaten ihren Wohnort in Deutschland dann frei wĂ€hlen können - unabhĂ€ngig vom neuen Dienstort". Das finde er in der heutigen Gesellschaft nur fair gegenĂŒber Familien, die drei, vier oder fĂŒnf Jahre in Litauen gewesen seien. Wer jetzt nach Hamburg versetzt werde, der bekomme den Umzug dorthin bezahlt. "Wenn jedoch jemand sage, er sehe seinen Lebensmittelpunkt in MĂŒnchen, dann bekomme er diesen Umzug nicht erstattet. Deutschlands oberster Soldat mahnte: "Da muss man ran."

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