Energie

Kommunale Unternehmen fordern zügiges Handeln von Bundesregierung

09.02.2026 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) hat die Bundesregierung zu einem entschlossenen und zügigen Handeln in der Energiepolitik aufgefordert.

Aufgerissener Bürgersteig (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
Aufgerissener Bürgersteig (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur
"Wir haben längst einen Punkt erreicht, an dem jedes weitere Zögern zu einer Investitionsbremse wird", sagte VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben).

"Unternehmen, Kommunen und Bürger brauchen jedoch schnellstmöglich Klarheit." Nach den Ankündigungen im Herbst müssten zentrale Vorhaben längst im Gesetzgebungsverfahren sein, kritisierte Liebing. Stattdessen fehlten teils sogar Eckpunkte. "Der erhoffte Winter der Entscheidungen droht ein Winter der Vermeidungen zu werden." Zwar habe die Bundesregierung bei der Kraftwerksstrategie einen Durchbruch erzielt und sich mit der EU-Kommission auf Eckpunkte verständigt. Geplant seien unter anderem Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke. "Doch ohne Gesetzentwurf bleibt die Einigung ein politisches Versprechen ohne investitionsfähigen Rahmen", kritisiert der Verband.

Damit die Versorgung nicht in wenigen Händen liege, fordert der VKU kleinere Ausschreibungslose. "Versorgungssicherheit entsteht durch Vielfalt. Wir brauchen Wettbewerb", sagt Liebing. "Dafür können Stadtwerke sorgen, wenn der Rahmen richtig gesetzt wird."

Auch beim Gebäudeenergiegesetz, auch als "Heizungsgesetz" bezeichnet, fordert der VKU Nachbesserungen. "Alle klimaneutralen Wärme- und Heiztechnologien müssen gleichberechtigt möglich bleiben. Gesetzliche Vorgaben dürfen keine Optionen ausschließen oder vorab festlegen. Nur dann können Kommunen wirtschaftlich sinnvolle Wärmepläne entwickeln", sagte Liebing.

Kritik übt der Verband auch an den Verordnungen für Fernwärme. Besonders das Kostenneutralitätsgebot der Wärmelieferverordnung blockiere im Bestand den Umstieg auf Fernwärme, im Gegensatz zu Wärmepumpen, die diese Beschränkung nicht hätten. "Für eine erfolgreiche Wärmewende setzen wir uns für gleiche Rahmenbedingungen für alle Technologien ein", sagt Liebing.

Vermieter sollten beim Wechsel zu Fernwärme die Miete ebenso wie bei der Wärmepumpe um bis zu 50 Cent pro Quadratmeter und Monat anheben dürfen. "Klimafreundliche Fernwärme darf nicht benachteiligt werden", so Liebing. Jetzt sei das Bundesjustizministerium gefordert, die Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag zügig umzusetzen.

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68565141 |

Weitere Meldungen

Ukrenerho rät Deutschland zu Flugverbot über Umspannwerken Der Chef des größten Stromnetzbetreibers in der Ukraine, Witalyj Zaijtschenko, rät Deutschland, Flugverbotszonen über Umspannwerken einzuführen. (Politik, 01.06.2026 - 06:00) weiterlesen...

DIHK-Chef fordert Abschaffung des Energieverbrauchdeckels Die Deutsche Industrie- und Handelskammer (DIHK) fordert die Bundesregierung auf, die für diese Woche geplante Reform des Energieeffizienzgesetzes (EnEfG) so zu überarbeiten, dass auch die feste Energieverbrauchsgrenze für Unternehmen und Privatpersonen ab 2030 wegfällt.Verbandspräsident Peter Adrian sagte der "Bild", ohne Änderung müsse das Bruttoinlandsprodukt um fast neun Prozent sinken. (Wirtschaft, 01.06.2026 - 00:00) weiterlesen...

Kubicki sieht sich nach FDP-Wahl klar gestärkt Der neugewählte FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki sieht sich nach dem Parteitag in Berlin klar gestärkt."Ich bin gewählter Bundesvorsitzender der gesamten Freien Demokratischen Partei, auch der von Marie-Agnes Strack-Zimmermann", sagte er am Sonntag der ARD mit Blick auf seine bei der Wahl unterlegene Mitbewerberin. (Politik, 31.05.2026 - 20:43) weiterlesen...

Regierung verfehlt Ziele beim Infrastruktur-Sondervermögen Die Bundesregierung hat ihre selbst gesteckten Ziele beim 500 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK) bislang nicht erreicht. (Politik, 31.05.2026 - 17:23) weiterlesen...

Bär sieht Enzyklika des Papstes zu KI zwiespältig Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) sieht die Enzyklika von Papst Leo XIV. (Politik, 31.05.2026 - 11:48) weiterlesen...

Windbranche warnt vor schwerer Krise durch Gesetzespläne Der Bundesverband Windenergie (BWE) fordert die Bundesregierung auf, die Pläne für die Neuausrichtung der Energiewende dringend zu überarbeiten. (Politik, 31.05.2026 - 08:10) weiterlesen...