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Neuer FDP-GeneralsekretĂ€r sieht gute Chancen fĂŒr Comeback

31.05.2026 - 15:11:03 | dts-nachrichtenagentur.de

Die FDP hat ihren zweitĂ€gigen Bundesparteitag in Berlin am Sonntagnachmittag pĂŒnktlich beendet.

Martin Hagen am 31.05.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Martin Hagen am 31.05.2026 - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Zum Abschluss wurde der Leitantrag mit dem Titel "Neustart Deutschland: Befreiungsschlag fĂŒr ein Land, das wieder erfolgreich ist" beschlossen. Alle ÄnderungsantrĂ€ge wurden allerdings nicht mehr behandelt, sie wurden an die zustĂ€ndigen Gremien verwiesen.

Der neue GeneralsekretĂ€r Martin Hagen zog in seinem Schlusswort ein positives Fazit. "Wir haben wegweisende BeschlĂŒsse gefasst, wir haben richtungsweisende Personalentscheidungen getroffen und wir haben einen Bundesvorstand gewĂ€hlt, der in seiner Vielfalt die Breite dieser Partei widerspiegelt." Mit diesem Team könne man die FDP wieder erfolgreich machen. "Der politische Gegner, der findet sich nicht in diesem Saal. Der politische Gegner findet sich in den Reihen unserer konkurrierenden Parteien und mit denen werden wir den Wettbewerb aufnehmen", so Hagen.

Er kĂŒndigte an, in den kommenden Monaten zunĂ€chst den Fokus auf die Wahlkampf fĂŒhrenden LandesverbĂ€nde in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin zu legen. "Es gilt: Jeder Wahlkampf muss ein Wahlkampf der Gesamtpartei sein." Die Zeichen fĂŒr ein Comeback der FDP stĂŒnden dabei gut, so der GeneralsekretĂ€r. In den letzten zwei Monaten sei die Zahl der BĂŒrger, die sich vorstellen könnten, die FDP zu wĂ€hlen, von 16 auf 22 Prozent gestiegen. "Einen solchen Anstieg des Potenzials dĂŒrfte es selten bei einer Partei in so kurzer Zeit gegeben haben." Jetzt sei es das Ziel, aus diesen potenziellen WĂ€hlern tatsĂ€chliche WĂ€hler zu machen, sage Hagen. Er sei zuversichtlich, dass die FDP bald wieder in den Umfragen ĂŒber fĂŒnf Prozent kommen werde.

Hagens Appell zu Geschlossenheit dĂŒrfte auch mit den Wahlergebnissen am Wochenende zusammenhĂ€ngen. Denn die Wahlen hatten gezeigt, dass die Partei tief gespalten ist. So hatte sich der neue Parteichef Wolfgang Kubicki mit nur 59 Prozent gegen seine ĂŒberraschende Herausforderin Marie-Agnes Strack-Zimmermann durchgesetzt. Hagen kam ohne Gegenkandidaten spĂ€ter ebenfalls nur auf gut 59 Prozent - eines der schlechtesten Ergebnisse in der Geschichte der Partei.

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