Weidel kritisiert «Zumutungen» der Rentenkommission
23.06.2026 - 16:14:19 | dpa.de
AfD-Chefin Alice Weidel sieht in den VorschlÀgen der Rentenkommission «Zumutungen», lobte aber auch positive AnsÀtze. So fordere die AfD bereits seit Jahren das von dem Gremium vorgeschlagene Rentenniveau von 70 Prozent, sagte Weidel vor einer Fraktionssitzung in Berlin. Offensichtlich sei dieses Ziel also richtig und auch umsetzbar.
Nach den zuvor prĂ€sentierten Vorstellungen der Kommission sollen Menschen im Alter perspektivisch mit gesetzlicher, betrieblicher und privater Rente auf 70 Prozent des letzten Nettolohns kommen. Enthalten sein sollen die ErtrĂ€ge einer neuen KapitalsĂ€ule. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) tritt fĂŒr eine komplette Umsetzung der VorschlĂ€ge ein.
Kritik an Abschaffung von Minijobs
Die Empfehlungen seien «bei weitem nicht ausreichend», bemĂ€ngelte Weidel. Sie forderte, dass auch Staatsbedienstete in die gesetzliche Rentenversicherung integriert werden mĂŒssten. Das sehen die RentenvorschlĂ€ge der Expertinnen und Experten nicht vor. Politiker aus Bund und LĂ€ndern sollen dort direkt aufgenommen werden, Beamte nicht.
Weidel kritisierte die PlĂ€ne fĂŒr einen Wegfall der abschlagsfreien «Rente mit 63», die Anhebung des Rentenalters und verpflichtende ZusatzbeitrĂ€ge. So wĂŒrden Wirtschaft und arbeitende Bevölkerung belastet. «Wer arbeitet und Steuern und Abgaben entrichtet, soll noch lĂ€nger arbeiten und noch mehr zahlen.» Kritik ĂŒbte Weidel auĂerdem an der im Bericht der Kommission vorgesehenen Abschaffung von Minijobs. Dies habe den Effekt, dass mehr Menschen schwarz arbeiten wĂŒrden, sagte Weidel.
