Steuern

SPD lehnt Unionsforderung nach schnelleren Steuersenkungen ab

08.01.2026 - 07:30:48 | dts-nachrichtenagentur.de

Die SPD lehnt die Unionsforderung nach schnelleren Steuersenkungen für Unternehmen ab.

Finanzamt (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Unternehmenssteuersenkungen werden mit der Gießkanne verteilt und führen kaum zu Investitionen", sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Armand Zorn der "Bild" (Donnerstagsausgabe). "Wer der Wirtschaft wirklich helfen will, schafft eine gute Infrastruktur und hilft ihr mit niedrigen Energiepreisen."

Zorn kritisierte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und forderte von ihr stärkeres Engagement: "Ministerin Reiche sollte hier endlich ins Machen kommen und die beschlossenen Maßnahmen umsetzen."

Für den SPD-Politiker benötigt Deutschland "ein neues Wirtschaftsmodell, das auf Spitzentechnologie und deutlich höhere Produktivität setzt". Den Vorschlag von CDU-Chef Markus Söder, die Wochen- und Lebensarbeitszeit für eine Erhöhung der Produktivität zu erhöhen, lehnte er hingegen ab. Eine verbesserte Wirtschaftsleistung entsteht laut Zorn durch neue Technologien, "nicht durch pauschale Arbeitszeitverlängerungen".

Im Streit mit der Union um eine Erbschaftssteuerreform verteidigte die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Wiebke Esdar die Pläne ihrer Partei: "Mit der Einführung eines Lebensfreibetrags will die SPD die Erbschaftsteuer für den absoluten Großteil der Erbschaften senken." Für "einen kleinen Teil" der "sehr großen Millionen-Erbschaften" wolle die SPD "eine gerechte Erbschaftsteuer einführen, die bei Unternehmens-Vererbungen vor allem darauf abzielt, Arbeitsplätze langfristig in Deutschland zu halten".

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | politik | 68469207 |

Weitere Meldungen

Dax-Konzerne zögern bei 1.000-Euro-Prämie Die Dax-Konzerne reagieren verhalten auf die von der Bundesregierung geplante mögliche 1.000-Euro-Prämie für Arbeitnehmer. (Wirtschaft, 18.04.2026 - 01:00) weiterlesen...

Gründerverband erwartet Geschäftsaufgaben wegen Gesundheitsreform Angesichts der Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) zur Abschaffung der kostenlosen Mitversicherung für Ehepartner warnt der Verband der Gründer und Selbstständigen Deutschland (VGSD) vor einer Welle von Geschäftsaufgaben und einem Rückzug in das Angestelltendasein. (Wirtschaft, 16.04.2026 - 01:00) weiterlesen...

Klingbeil: Mineralölkonzerne verstärkt kartellrechtlich im Fokus Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat angekündigt, ungerechtfertigte Gewinne der Mineralölkonzerne in der aktuellen Krise kartellrechtlich stärker zu verfolgen.Das sei der entscheidende Unterschied zum Tankrabatt von 2022: "Wir haben kartellrechtlich jetzt auf den Weg gebracht, dass genau das stärker geprüft werden kann, wenn wir sehen, die Mineralölkonzerne versuchen ungerechtfertigt in dieser Krise Gewinne zu machen", sagte er am Montag im ZDF-Heute-Journal.Zuvor hatte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) die Vorschläge für eine Übergewinnsteuer von Klingbeil als "teuer, wirkungsschwach und verfassungsrechtlich fragwürdig" bezeichnet.Im ZDF sagte Klingbeil außerdem: "Ich bin erst mal froh, dass wir am Wochenende in dem Gespräch der vier Parteivorsitzenden Lösungen gefunden haben, auch im Koalitionsausschuss. (Politik, 13.04.2026 - 19:56) weiterlesen...