Migrationsdebatte bringt kaum Bewegung in Umfragen
07.02.2025 - 09:58:15 | dpa.de
Die heftig gefĂŒhrte Debatte um Migration und Abstimmungen mit der AfD hat kaum VerĂ€nderung in Umfragen zur Bundestagswahl gebracht. WĂ€re schon am kommenden Sonntag Bundestagswahl, kĂ€me die Union laut ZDF-Politbarometer auf 30 Prozent der Stimmen. Das ist eine minimale Verbesserung um einen Punkt gegenĂŒber der Vorwoche. Die AfD verliert demnach leicht und kommt auf 20 Prozent (minus einen Prozentpunkt), die SPD stagniert bei 15 Prozent.Â
Minimale ZuwĂ€chse von einem Punkt gab es laut der reprĂ€sentativen Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen fĂŒr die GrĂŒnen, die nun gleichauf mit der SPD liegen, und fĂŒr die Linken, die mit 6 Prozent auf den Wiedereinzug ins Parlament hoffen können. Nicht reichen wĂŒrde es dagegen fĂŒr FDP und BSW, die unverĂ€ndert bei 4 Prozent liegen. Die Daten wurden von Dienstag bis einschlieĂlich Donnerstag dieser Woche erhoben.Â
Migrationsdebatte schadete Union offenbar nicht
Nach den von der Union initiierten Abstimmungen zu zwei AntrĂ€gen und einem Gesetzentwurf zur Zuwanderungsbegrenzung im Bundestag hatten die Parteien gespannt auf die Umfragen gewartet. Dass Unionskanzlerkandidat Friedrich Merz (CDU) eine Mehrheit mit Stimmen der AfD in Kauf genommen hatte, war von SPD, GrĂŒnen und Linke scharf kritisiert worden. Am Wochenende gab es GroĂdemonstrationen in mehreren StĂ€dten.Â
Der Union scheint die Debatte mit Blick auf die Bundestagswahl am 23. Februar nicht geschadet zu haben. Auch der ARD-Deutschlandtrend sah CDU und CSU zuletzt mit 31 Prozent und einem Plus von einem Prozentpunkt klar vorn. Hier legte auch die AfD leicht auf 21 Prozent zu, die SPD rangiert unverĂ€ndert bei 15 Prozent. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov konnte die SPD zwar um drei Punkte auf 18 Prozent zulegen, die Union blieb aber mit unverĂ€nderten 29 Prozent stabil stĂ€rkste Kraft. ZweitstĂ€rkste Kraft war auch dort die AfD mit 22 Prozent.Â
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. GrundsÀtzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.
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