Dröge fordert Abschied von Microsoft in Behörden
20.05.2026 - 05:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deDabei gehe es ihr in erster Linie um digitale SouverĂ€nitĂ€t, aber auch um die StĂ€rkung des europĂ€ischen Marktes. "Wenn diese Infrastruktur von auĂereuropĂ€ischen Anbietern kontrolliert wird, wird AbhĂ€ngigkeit zur demokratischen Schwachstelle", schreibt sie. Sie verweist auf das Beispiel des ChefanklĂ€gers des Internationalen Strafgerichtshofs, der im Mai 2025 den Zugriff auf seine E-Mail-Konten verlor, nachdem die US-Regierung Sanktionen gegen ihn verhĂ€ngt hatte und Microsoft den Zugang sperrte.
Gleichzeitig lieĂe sich durch den Umstieg auf Open-Source-Lösungen, wie er aktuell in Schleswig-Holstein praktiziert wird, viel Geld sparen. Die Bundesverwaltung gab 2025 481,4 Millionen Euro fĂŒr Microsoft-Lizenzen aus. Im Vergleich zu 2023 habe sich dieser Wert beinahe verdoppelt.
Ihren Weggang von der Plattform X/Twitter verteidigt Dröge. Demokraten dĂŒrften diese "durch ihre PrĂ€senz nicht lĂ€nger legitimieren". Sie mahnt aber an, es brauche strategische Förderung europĂ€ischer Alternativen. Die Plattform Tiktok hĂ€lt sie aktuell indes fĂŒr unverzichtbar: "Wer mit jungen Menschen kommunizieren will, ist aktuell auf Tiktok angewiesen. Diese RĂ€ume können Demokraten tatsĂ€chlich nicht allein den Rechtsextremen ĂŒberlassen", schreibt sie.
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