Deutschland, Bundesregierung

Finanzreform: LĂ€nder sehen noch Verhandlungsbedarf

25.06.2026 - 12:57:01 | dpa.de

Heute kommt der Kanzler mit den Regierungschefs der LÀnder zusammen. Es geht auch um eine mögliche Finanzreform. Die MinisterprÀsidenten der LÀnder sehen noch offene Fragen.

  • Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprĂ€sidentin Manuela Schwesig (SPD) verwies auf die angespannte Finanzlage der Kommunen. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprÀsidentin Manuela Schwesig (SPD) verwies auf die angespannte Finanzlage der Kommunen. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
  • Niedersachsens MinisterprĂ€sident Olaf Lies (SPD) gab sich optimistisch.  - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Niedersachsens MinisterprÀsident Olaf Lies (SPD) gab sich optimistisch. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
  • Der neue MinisterprĂ€sident von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder (CDU), ist Vorsitzender der MinisterprĂ€sidentenkonferenz.  - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Der neue MinisterprÀsident von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder (CDU), ist Vorsitzender der MinisterprÀsidentenkonferenz. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
  • Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich vom ersten Vorschlag enttĂ€uscht.  - Bild: Kay Nietfeld/dpa
    Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich vom ersten Vorschlag enttÀuscht. - Bild: Kay Nietfeld/dpa
Mecklenburg-Vorpommerns MinisterprÀsidentin Manuela Schwesig (SPD) verwies auf die angespannte Finanzlage der Kommunen. - Bild: Kay Nietfeld/dpa Niedersachsens MinisterprÀsident Olaf Lies (SPD) gab sich optimistisch.  - Bild: Kay Nietfeld/dpa Der neue MinisterprÀsident von Rheinland-Pfalz, Gordon Schnieder (CDU), ist Vorsitzender der MinisterprÀsidentenkonferenz.  - Bild: Kay Nietfeld/dpa Dietmar Woidke (SPD) zeigte sich vom ersten Vorschlag enttÀuscht.  - Bild: Kay Nietfeld/dpa

Kurz vor Beratungen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) haben mehrere LĂ€nderchefs und -chefinnen Kritik an den bisherigen VorschlĂ€gen zu einer Neuordnung der Bund-LĂ€nder-Finanzen geĂ€ußert. Bei der heutigen MinisterprĂ€sidentenkonferenz (MPK) in Berlin unter dem Vorsitz von Rheinland-Pfalz wird das Thema wieder diskutiert. Die BundeslĂ€nder pochen bei neuen Steuer- und Leistungsgesetzen auf den Grundsatz: Wer bestellt, bezahlt. Im Finanzrecht heißt das KonnexitĂ€tsprinzip. 

Bremens BĂŒrgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) mahnte, dass der Bund einen grĂ¶ĂŸeren Anteil der Kosten als bisher vorgeschlagen ĂŒbernehmen solle: «75 Prozent reichen nicht aus. Das muss mehr sein. Warum sollten das 25 Prozent LĂŒcke sein, wenn der Bund entscheidet, Dinge zu bestellen, sie dann aber nicht zu bezahlen?» Ein Beschlussentwurf nach Verhandlungen einer Arbeitsgruppe Bund-LĂ€nder sieht vor, dass Bund finanzielle Auswirkungen auf die Haushalte der Kommunen und der LĂ€nder in Höhe von 75 Prozent kompensiert - falls sich die Folgen auf mindestens 250 Millionen Euro jĂ€hrlich belaufen.

Ähnlich Ă€ußerte sich Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD): «Der Vorschlag der Bundesregierung bleibt weit hinter dem zurĂŒck, was wir auf der LĂ€nderebene lĂ€ngst geregelt haben.» 

Manuela Schwesig (SPD), MinisterprĂ€sidentin von Mecklenburg-Vorpommern, verwies auf die finanziell angespannte Lage der Kommunen: «Das war so vom Bund gewollt, dafĂŒr gibt es entsprechende Gesetze und deshalb ist es wichtig, wenn jetzt diese Kosten massiv gestiegen sind, dass der Bund auch die Kommunen bei diesen Gesetzen besser finanziell unterstĂŒtzt.»

Schnieder «guter Dinge», dass man zu Lösung komme

Der MPK-Vorsitzende Gordon Schnieder (CDU), MinisterprĂ€sident von Rheinland-Pfalz, ist «guter Dinge», dass man bei den Beratungen zu einer Lösung komme. Neben der Geld-Verteilungs-Frage sei es jedoch auch wichtig darauf zu schauen, dass Kosten - beispielsweise fĂŒr die Sozial- und Jugendhilfekosten - nicht «weiter davon laufen», sagte Schnieder.

Auch Niedersachsens MinisterprĂ€sident Olaf Lies (SPD) zeigte sich optimistisch. Man sei auf einem guten Weg. «Ich will jetzt gar nicht ĂŒber den letzten Prozentsatz streiten.» Wichtig sei Klarheit. «Weil das sorgt auch dafĂŒr, dass der Bund sich sehr wohl ĂŒberlegt, ob er Gesetze, die er eigentlich machen möchte, wirklich macht, weil sie in der Konsequenz auch mit Zahlungen vor allen Dingen auch mit Blick auf die Kommunen verbunden sind.» 

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte diese Woche im Bundestag bereits gesagt, dass er bei den Beratungen mit den LĂ€ndern auf eine Einigung bezĂŒglich der «VeranlassungskonnexitĂ€t» hoffe.

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