Steuern

MinisterprÀsidenten warnen vor Steuerreform zulasten der LÀnder

25.05.2026 - 13:03:41 | dts-nachrichtenagentur.de

Mehrere MinisterprÀsidenten warnen den Bund vor einer Einkommensteuerreform zulasten der LÀnder.

Finanzministerium (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Finanzministerium (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Das berichtet der "Tagesspiegel".

BundesratsprĂ€sident und Bremer BĂŒrgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) sagte der Zeitung, er werde keiner Steuerreform zustimmen können, die dem Land Bremen und seinen beiden StĂ€dten spĂŒrbare EinnahmeausfĂ€lle bescheren werde. Seine saarlĂ€ndische Amtskollegin Anke Rehlinger (SPD) Ă€ußerte sich Ă€hnlich. Eine milliardenschwere Mehrbelastung der LĂ€nderhaushalte werde kein Bundesland leisten können, selbst beim besten Willen, sagte sie dem "Tagesspiegel". Hessens MinisterprĂ€sident Boris Rhein (CDU) sagte, die Haushalte der LĂ€nder seien am Limit und teils schon darĂŒber hinaus. Es sei schon lange keine Frage des Wollens mehr, sondern des Könnens. Zudem verwies er auf das Prinzip, das die Bundesregierung schon im Koalitionsvertrag vereinbarte: "Wer bestellt, der bezahlt."

GrundsĂ€tzlich begrĂŒĂŸen die drei LĂ€nderchefs die EntlastungsplĂ€ne des Bundes, pochen allerdings auf EntschĂ€digung der damit einhergehenden SteuerausfĂ€lle. Bovenschulte sagte, er sei sehr dafĂŒr, kleine und mittlere Einkommen zu entlasten, die SteuerausfĂ€lle mĂŒssten dann aber durch Mehreinnahmen an anderer Stelle kompensiert werden. Beispielhaft nannte er eine Reform der Erbschaftsteuer oder die WiedereinfĂŒhrung der Vermögenssteuer.

Rehlinger forderte die Bundesregierung auf, vorrangig alles fĂŒr wirtschaftliches Wachstum zu tun. Was nicht gehe, sei das Spiel der Union, vom Bundesfinanzminister die finanzpolitische Quadratur des Kreises zu verlangen, sagte die SPD-Politikerin. Mehrere Politiker von CDU und CSU hatten höhere Steuern auf hohe Einkommen oder Vermögen zuletzt ausgeschlossen und stattdessen auf Einsparungen gedrungen.

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