Fraktionen, Auflagen

Fraktionen fordern schĂ€rfere Auflagen fĂŒr Anti-Israel-Demos

05.11.2023 - 18:57:16 | dts-nachrichtenagentur.de

Nach den Eskalationen bei Anti-Israel-Demonstrationen in deutschen StÀdten kommen aus Politik und Polizeigewerkschaften Forderungen nach schÀrferen Auflagen bis hin zu Verboten.

Verbotene Pro-PalĂ€stina-Demo (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Die Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der GrĂŒnen-Bundestagsfraktion, Irene Mihalic, reagierte alarmiert: "Antisemitischer Hass, gewaltvolle Ausschreitungen, sowie islamistische Parolen und Symbole auf unseren Straßen und PlĂ€tzen sind vollkommen inakzeptabel." Die nun erlassenen BetĂ€tigungsverbote gegen Hamas und Samidoun mĂŒssten "konsequent durchgesetzt und die bestehenden Strukturen zerschlagen werden. Auch mit Blick auf andere islamistische Organisationen wie dem Islamischen Zentrum in Hamburg und den iranischen Revolutionsgarden mĂŒssen endlich Konsequenzen folgen", sagte Mihalic der "Welt" (Montagausgabe).

FĂŒr diese Herausforderungen mĂŒssten Bund und LĂ€nder ihre Polizeien gut ausstatten. FDP-Fraktionsvize Konstantin Kuhle sagte derselben Zeitung, niemand dĂŒrfe das Grundrecht der Versammlungsfreiheit "missbrauchen, um Terror und Gewalt zu unterstĂŒtzen, antisemitische Parolen zu verbreiten oder Straftaten zu begehen". Deswegen mĂŒssten die Behörden die Versammlungslage genau im Auge behalten und dĂŒrften nicht erst einschreiten, "wenn es zu spĂ€t ist"; Bei entsprechenden Erkenntnissen mĂŒssten "alle versammlungsrechtlichen Möglichkeiten bis hin zum Verbot einer Versammlung" ausgenutzt werden: "Werden am Rande von Versammlungen Straftaten begangen, so mĂŒssen bei Menschen ohne deutschen Pass auch alle auslĂ€nderrechtlichen Maßnahmen bis hin zur Ausweisung ausgenutzt werden", so Kuhle. Auch die Union sieht akuten Handlungsbedarf: "Dass Extremisten auf unseren Straßen ein Kalifat ausrufen und offenen Judenhass zeigen, muss Konsequenzen haben." Es brauche "jetzt nicht nur eine konsequente, sondern vor allem eine schnelle Antwort des Rechtsstaates", erklĂ€rte der Erste Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Unionsfraktion, Thorsten Frei (CDU), in der "Welt"; "Wer die Existenz Israels in Zweifel zieht, ist in Deutschland fehl am Platz. Fest steht: In der Migrationspolitik dĂŒrfen wir uns nicht lĂ€nger von NaivitĂ€t leiten lassen. Auch hier erweist es sich als großer Fehler, dass die Bundesregierung bis heute nicht zu einem `Pakt fĂŒr den Rechtsstaat 2.0` bereit ist." FĂŒr den AfD-Abgeordneten Martin Hess sind die Demos "das Resultat einer langen Reihe von migrationspolitischen Fehlentscheidungen der Regierung. Unser Versammlungsrecht wird nicht erst seit dem Hamas-Angriff auf Israel von Islamisten fĂŒr ihre staatsfeindlichen Machtdemonstrationen missbraucht." Seine Forderung: "Um die Bevölkerung und die EinsatzkrĂ€fte zu schĂŒtzen, mĂŒssen diese vermeintlichen Pro-PalĂ€stina-Demos grundsĂ€tzlich verboten werden." Das Versammlungsrecht in den LĂ€ndern mĂŒsse gegebenenfalls entsprechend angepasst werden, und diese Verbote mĂŒssten dann konsequent durchgesetzt werden, "notfalls mit Zwangsmitteleinsatz".

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