Buschmann warnt vor Krisenmodus bei Gesetzgebung
21.07.2023 - 15:39:26 | dpa.de
Bundesjustizminister Marco Buschmann hat nach mehreren Gesetzgebungsverfahren mit kurzen Fristen vor einem dauerhaften Krisenmodus gewarnt. «Dieser Krisenmodus darf sich im Gesetzgebungsverfahren nicht einschleifen», sagte der FDP-Politiker dem «Handelsblatt». «Erst hatten wir die Coronapandemie zu bewĂ€ltigen, dann kam es zu dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine. Darauf folgten die Energiekrise und eine starke Inflation.» Hier habe man entschlossen und schnell reagieren mĂŒssen. Es gelte nun, «nach all der Krisengesetzgebung wieder in den Normalmodus» zurĂŒckzukehren.
Zuletzt hatte das Verfahren zum GebĂ€udeenergiegesetz (GEG) - das sogenannte Heizungsgesetz - fĂŒr VerĂ€rgerung gesorgt. Die Bundesregierung wollte es noch vor der Sommerpause verabschieden lassen, das Bundesverfassungsgericht stoppte das Vorhaben jedoch im Eilverfahren. Die Karlsruher Richter machten Zweifel geltend, dass die Rechte der Abgeordneten in den Beratungen ausreichend gewahrt wurden. Die Ampel-Koalition plant, das Gesetz nach der Sommerpause Anfang September zu beschlieĂen. Es zielt darauf ab, durch einen schrittweisen Austausch von Ăl- und Gasheizungen das Heizen in Deutschland klimafreundlicher zu machen.
Buschmann hĂ€lt die verschobene Entscheidung fĂŒr nicht dramatisch. «Denn das Gesetz war ja objektiv nicht dringlich. Es wird erst dann richtig Wirkung entfalten, wenn die kommunale WĂ€rmeplanung umgesetzt ist», sagte der Minister. GrundsĂ€tzlich dienten seiner Ansicht nach ausreichende Fristen in Gesetzgebungsverfahren der QualitĂ€tssicherung.
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