Studie, HarnsÀure

Studie: HarnsÀure schon im Normbereich Herz-Kreislauf-Risikofaktor

Veröffentlicht am: 29.07.2025 um 11:32 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS
Hohe HarnsĂ€urespiegel erhöhen das Risiko fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Krankenhaus (Archiv) - Bild: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Sogar im Normbereich sind HarnsĂ€urewerte mit einer erhöhten GefĂ€ĂŸsteifigkeit verknĂŒpft, wie eine aktuelle Studie der UniversitĂ€tsmedizin Halle zeigt. Dies könnte bedeuten, dass HarnsĂ€ure auch bei Werten, die als unbedenklich gelten, ein Risikofaktor fĂŒr Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein kann. Die Analyse basiert auf Daten und Proben von ĂŒber 70.000 Personen der NAKO-Gesundheitsstudie und ergab, dass dieser Zusammenhang bei Frauen stĂ€rker ausgeprĂ€gt ist. Die Forscher untersuchten die HarnsĂ€urekonzentration im Blutserum und deren Zusammenhang mit der GefĂ€ĂŸsteifigkeit, die durch die Pulswellengeschwindigkeit gemessen wurde.

Neun von zehn der analysierten Personen lagen beim HarnsĂ€urewert im Normbereich. Dennoch war bereits in diesem als unbedenklich geltenden Bereich eine positive Korrelation mit der GefĂ€ĂŸsteifigkeit festzustellen, was insbesondere bei Frauen ausgeprĂ€gter war. Die Ergebnisse der Studie legen nahe, dass die bestehenden Grenzwerte fĂŒr HarnsĂ€ure ĂŒberdacht werden sollten. Aktuell liegen diese fĂŒr Frauen bei 140-360 ”mol/l und fĂŒr MĂ€nner bei 180-420 ”mol/l. Die Wissenschaftler empfehlen, dass eine vorbeugende Therapie mit harnsĂ€uresenkenden Medikamenten bereits bei "normalen" Werten in Betracht gezogen werden könnte, insbesondere fĂŒr Frauen mit weiteren kardiovaskulĂ€ren Risikofaktoren.

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