Tabaksteuer, Bundesrat

Tabaksteuer: Zigarettenpackung soll 2030 11,36 Euro kosten

Veröffentlicht am: 30.09.2026 um 15:19 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Die LĂ€nderkammer billigt den Gesetzentwurf ohne EinwĂ€nde. FĂŒr eine Packung mit 20 Zigaretten soll der Preis bis 2030 auf 11,36 Euro steigen; auch mehrere andere Tabakprodukte werden teurer.

Tabaksteuererhöhung soll Zigarettenkonsum um 25 Prozent senken
Zigaretten (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Der Bundesrat hat keine EinwĂ€nde gegen den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Tabaksteuergesetzes. Das geht aus der Stellungnahme der LĂ€nderkammer hervor.

Preise sollen in vier Jahren steigen

Die Bundesregierung will die Steuer auf Tabakprodukte ĂŒber einen Zeitraum von vier Jahren regelmĂ€ĂŸig erhöhen. FĂŒr eine Packung mit 20 Zigaretten soll der Preis ab dem kommenden Jahr von derzeit 8,77 Euro auf 9,56 Euro steigen.

Im Jahr 2030 wĂŒrde eine solche Packung nach den PlĂ€nen 11,36 Euro kosten. Die Preisentwicklung ergibt sich aus den vorgesehenen regelmĂ€ĂŸigen Steueranhebungen.

Mehrere Produktgruppen betroffen

Die Änderungen beschrĂ€nken sich nicht auf Zigaretten. Vorgesehen sind ebenfalls Steuererhöhungen fĂŒr Feinschnitt, Pfeifentabak, erhitzten Tabak, Wasserpfeifentabak und Substitute fĂŒr Tabakwaren.

Mit seiner Stellungnahme hat der Bundesrat den Gesetzentwurf ohne EinwĂ€nde passiert. Das weitere Gesetzgebungsverfahren im Bund ist davon unberĂŒhrt.

Die geplante Tabaksteuererhöhung ist Teil der Einnahmenpolitik der Bundesregierung und soll ĂŒber mehrere Jahre kalkulierbare zusĂ€tzliche Staatseinnahmen schaffen. Anders als bei einer einmaligen Anhebung verteilt sich die Belastung auf vier Stufen. FĂŒr Verbraucher bedeutet das, dass sich der Preis einer Standardpackung nicht nur zu einem festen Zeitpunkt, sondern schrittweise erhöht.

Die Regelung betrifft nicht ausschließlich klassische Zigaretten. Auch Feinschnitt, Pfeifentabak, erhitzter Tabak, Wasserpfeifentabak und Substitute fĂŒr Tabakwaren sollen stĂ€rker besteuert werden. Damit erfasst der Gesetzentwurf verschiedene Konsumformen und begrenzt zugleich die Möglichkeit, steigende Preise bei Zigaretten durch einen Wechsel auf andere Tabakprodukte zu umgehen.

Steuerpolitik und Gesundheitsschutz

Tabaksteuern verfolgen regelmĂ€ĂŸig zwei Ziele: Sie sollen Einnahmen erzielen und den Konsum durch höhere Preise bremsen. Die Wirkung fĂ€llt je nach Produkt, Einkommen und Konsumverhalten unterschiedlich aus. Besonders relevant ist deshalb, ob die Preiserhöhungen tatsĂ€chlich an Verbraucher weitergegeben werden und ob Ausweichreaktionen auf gĂŒnstigere Produkte oder den Einkauf außerhalb Deutschlands zunehmen.

FĂŒr den Bundesrat ist die Stellungnahme ohne EinwĂ€nde ein wichtiger Schritt im weiteren Gesetzgebungsverfahren. Änderungen am Entwurf sind damit nicht ausgeschlossen, die LĂ€nderkammer hat jedoch keinen grundsĂ€tzlichen Einwand gegen das Vorhaben erhoben. FĂŒr Verbraucher entsteht vor allem eine langfristig höhere finanzielle Belastung beim regelmĂ€ĂŸigen Tabakkonsum.

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