AfD, Antonio Guterres

AfD: Guterres kritisiert VersÀumnisse demokratischer KrÀfte

Veröffentlicht am: 19.09.2026 um 00:00 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

UN-GeneralsekretÀr António Guterres sieht hinter den AfD-Ergebnissen vor allem VersÀumnisse demokratischer KrÀfte. Er verweist auf Kommunikationsprobleme, wachsende Verunsicherung und den Aufstieg der extremen Rechten.

AfD: Guterres kritisiert VersÀumnisse demokratischer KrÀfte
Antonio Guterres (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

UN-GeneralsekretĂ€r Antonio Guterres sieht die Wahlergebnisse der AfD in der mangelnden FĂ€higkeit demokratischer KrĂ€fte, sich an eine verĂ€nderte Welt anzupassen. Er hĂ€lt es zugleich fĂŒr wichtig, dass demokratische Parteien neue Formen des Austausches ernst nehmen und das Vertrauen der Menschen zurĂŒckgewinnen.

Guterres warnt vor LĂŒcken im demokratischen Angebot

Demokratische KrĂ€fte hĂ€tten sich oft schwergetan, auf eine verĂ€nderte Welt zu reagieren, sagte Guterres dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dadurch sei eine Leerstelle entstanden, in die die extreme Rechte vorstoße.

Als GrĂŒnde nannte er wirtschaftliche Schwierigkeiten, Sicherheitsfragen und die komplexe Gestaltung der Migrationspolitik. Diese Themen lieferten VorwĂ€nde, die der extremen Rechten in die HĂ€nde spielten.

Kommunikation und Vertrauen

Guterres forderte, die neuen Kommunikationsformen zu berĂŒcksichtigen und die stark verĂ€nderte technologische RealitĂ€t in den Gesellschaften ernster zu nehmen. Demokratische KrĂ€fte mĂŒssten den Austausch mit der Zivilgesellschaft wiederherstellen und den demagogischen Versuchen populistischer KrĂ€fte etwas entgegensetzen.

Sorgen um die deutsche Demokratie machte er sich jedoch nicht. Er vertraue den Deutschen und sei ĂŒberzeugt, dass sie ihren Beitrag fĂŒr Europa und die Demokratie in Europa auch weiterhin leisten werden.

Antonio Guterres ordnet die Wahlergebnisse der AfD als Folge davon ein, dass demokratische KrÀfte viele Menschen mit ihren Sorgen nicht mehr ausreichend erreichen. Zugleich verweist er auf wirtschaftliche Unsicherheiten, Sicherheitsfragen und die schwierige Migrationspolitik als Felder, auf denen die extreme Rechte an Anschluss findet.

Politische Botschaft

Die Aussage des UN-GeneralsekretĂ€rs zielt weniger auf Deutschland im engeren Sinn als auf ein breiteres Muster in westlichen Demokratien: Wenn etablierte Parteien als distanziert oder unbeweglich wahrgenommen werden, wĂ€chst der Raum fĂŒr populistische und extrem rechte KrĂ€fte. Guterres verbindet das mit einem Kommunikationsproblem und fordert, demokratische Politik mĂŒsse neue digitale Formen des Austauschs ernst nehmen.

Bedeutung fĂŒr Deutschland

FĂŒr die deutsche Debatte ist bemerkenswert, dass Guterres die Sorge um die Demokratie ausdrĂŒcklich relativiert und den Deutschen weiterhin ein starkes demokratisches Fundament zuschreibt. Damit verschiebt er den Fokus auf die politische HandlungsfĂ€higkeit der Parteien, nicht auf einen institutionellen Krisenbefund. Die AfD-Ergebnisse erscheinen in dieser Lesart als Warnsignal fĂŒr die demokratischen KrĂ€fte, ihre Ansprache, Themenwahl und NĂ€he zu gesellschaftlichen Milieus zu ĂŒberprĂŒfen.

Einordnung des Arguments

Der Befund passt in eine grĂ¶ĂŸere europĂ€ische Entwicklung, in der soziale Unsicherheit, Migrationsdebatten und Vertrauensverlust in etablierte Institutionen die politische Landschaft verĂ€ndern. Guterres macht daraus keinen Kulturkampf, sondern eine strategische Diagnose: Wer demokratische Mehrheiten halten will, muss Sorgen ernst nehmen, Kommunikation erneuern und Vertrauen aktiv zurĂŒckgewinnen. Genau darin liegt die aktuelle Relevanz seiner Kritik an den demokratischen KrĂ€ften.

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