Infratest: Union sackt auf niedrigsten Wert seit vier Jahren
03.06.2026 - 19:21:53 | dts-nachrichtenagentur.deInfratest hatte 1.326 Wahlberechtigten von Montag bis Dienstag dieser Woche befragt.
Weitere Ergebnisse: Bei den GrĂŒnden fĂŒr die aktuelle ParteiprĂ€ferenz geben 50 Prozent der WĂ€hler an, diese Entscheidung aus Ăberzeugung zu treffen, 46 Prozent, weil sie von anderen Parteien enttĂ€uscht sind. Unter den Partei-AnhĂ€ngern ĂŒberwiegt einzig bei den AnhĂ€ngern der AfD der Beweggrund der EnttĂ€uschung: 57 Prozent Ă€uĂern dieses Motiv.
FĂŒr die aktuelle Entscheidung fĂŒr eine Partei ist fĂŒr 74 Prozent das politische Programm der Partei entscheidend, 12 Prozent nennen die langfristige Bindung an die Partei und 10 Prozent nennen das Spitzenpersonal als wichtigsten Grund.
Bei Union und SPD ist die langfristige Bindung entscheidender als bei anderen Parteien: Bei den Unions-AnhÀngern nennen, 63 Prozent das Programm, 24 Prozent die langfristige Bindung als Hauptgrund und 9 Prozent das Spitzenpersonal. Bei der SPD nennen 55 Prozent das Programm als wichtigsten Grund, 35 Prozent die langfristige Bindung und 7 Prozent das Spitzenpersonal.
Mit der Arbeit der Bundesregierung sind aktuell 12 Prozent sehr zufrieden bzw. zufrieden (-1); 87 Prozent (+1) sind mit der Arbeit von Union und SPD weniger bzw. gar nicht zufrieden.
Aus dem Bundeskabinett wird weiterhin Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am besten bewertet: Aktuell sind 54 Prozent mit seiner Arbeit zufrieden - 2 Punkte weniger als im Mai. Mit AuĂenminister Johann Wadephul (CDU) sind unverĂ€ndert 30 Prozent zufrieden; 40 Prozent sind mit ihm unzufrieden und 30 Prozent kennen ihn nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu.
Mit der Arbeit des nordrhein-westfĂ€lischen MinisterprĂ€sidenten Hendrik WĂŒst zeigen sich 31 Prozent zufrieden; 31 Prozent sind mit ihm weniger bzw. gar nicht zufrieden und 38 Prozent kennen ihn nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu. Mit der politischen Arbeit von Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) sind aktuell 21 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden (-4 im Vgl. zu Mai), 58 Prozent sind weniger oder gar nicht zufrieden (+7).
Bei Lars Klingbeil, Vize-Kanzler und Finanzminister (SPD), liegt der aktuelle Zufriedenheitswert bei unverÀndert 21 Prozent; 63 Prozent sind mit seiner Arbeit unzufrieden. Mit Arbeitsministerin BÀrbel Bas (SPD) sind weiterhin 18 Prozent zufrieden; 58 Prozent sind mit ihr unzufrieden und 24 Prozent kennen sie nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu.
Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sind unverÀndert nur 16 Prozent zufrieden; 82 Prozent sind mit ihm unzufrieden. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) liegt bei einen Zufriedenheitswert von 15 Prozent (+3 im Vgl. zu Mai); 57 Prozent sind mit ihr unzufrieden und 28 Prozent kennen sie nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu.
Ăber die Arbeit des neuen FDP-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki Ă€uĂern sich 21 Prozent mit Zufriedenheit; 50 Prozent sind unzufrieden mit seiner Arbeit und 29 Prozent kennen ihn nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Tino Chrupalla erreicht 19 Prozent Zufriedenheit (+1 im Vgl. zu April); 55 Prozent sind mit ihm unzufrieden, 26 Prozent kennen ihn nicht oder trauen sich kein Urteil zu. Die Linken-Vorsitzende Heidi Reichinnek kommt auf einen Zufriedenheitswert von 18 Prozent (+3 im Vgl. zu April); 43 Prozent sind mit ihr unzufrieden und 39 Prozent kennen sie nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu. Mit der GrĂŒnen-Fraktionsvorsitzenden Britta HaĂelmann sind 10 Prozent zufrieden (+3 im Vgl. zu April); 31 Prozent sind mit ihr unzufrieden und 59 Prozent kennen sie nicht bzw. trauen sich kein Urteil zu.
Hohe AfD-Zustimmungswerte in Bund wie LĂ€ndern beleben die Debatte ĂŒber eine mögliche Zusammenarbeit mit der AfD. Allgemein favorisieren nach wie vor etwa vier von zehn Deutschen (41 Prozent, +1 im Vgl. zu November 2025) den Ausschluss jeglicher Zusammenarbeit mit der AfD, drei von zehn (31 Prozent, +1) unterstĂŒtzen eine PrĂŒfung von Fall zu Fall, ein Viertel (24 Prozent, -1) eine gezielte Kooperationssuche.
Der CDU-Beschluss, Koalitionen und Ă€hnliche Formen der Zusammenarbeit mit der AfD auszuschlieĂen, stöĂt mittlerweile auf ein geteiltes Echo bei den Deutschen: Jeweils 47 Prozent halten diesen grundsĂ€tzlichen Ausschluss der Zusammenarbeit mit der AfD fĂŒr richtig (-13 im Vgl. zu September 2024) bzw. falsch (+12).
Unter den Partei-AnhĂ€ngern Ă€uĂern alle, bis auf die AfD-AnhĂ€nger, eine mehrheitliche Zustimmung zu dem Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU gegenĂŒber der AfD. Die CDU-Abgrenzung gegenĂŒber der Linken findet in der Bevölkerung mehrheitlich keine UnterstĂŒtzung: 33 Prozent finden das richtig (-8 im Vgl. zu September 2024) und 56 Prozent falsch (+10). Von den CDU-AnhĂ€ngern wird das jedoch ĂŒberwiegend mitgetragen: 51 Prozent finden die Haltung ihrer Partei gegenĂŒber der Partei Die Linke richtig, so das Ergebnis der Infratest-Umfrage fĂŒr die ARD.
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