13. InterdisziplinÀre Fachtagung HÀusliche Gewalt widmet sich den besonderen Herausforderungen durch psychische BeeintrÀchtigungen
18.06.2026 - 15:00:10 | presseportal.de
Unter dem Leitgedanken "Besondere Herausforderungen durch psychische BeeintrĂ€chtigungen" kamen rund 180 FachkrĂ€fte aus Justiz, Polizei, Gesundheitswesen, Opferhilfe, Beratungsstellen, Jugendhilfe, Sozialdiensten, Wissenschaft und weiteren Einrichtungen in Braunschweig zusammen, um aktuelle Entwicklungen, UnterstĂŒtzungsangebote und Perspektiven fĂŒr die Praxis zu diskutieren.
Nach der BegrĂŒĂung durch Thomas Ring, PolizeiprĂ€sident der Polizeidirektion Braunschweig, und Detlev Rust, Generalstaatsanwalt der Generalstaatsanwaltschaft Braunschweig, standen zwei eng miteinander verbundene Perspektiven im Mittelpunkt der diesjĂ€hrigen Tagung: Zum einen die Situation von Betroffenen, die als Folge hĂ€uslicher Gewalt zusĂ€tzlich unter psychischen Belastungen oder Erkrankungen leiden. Zum anderen die Frage, wie mit TĂ€tern umgegangen werden kann, bei denen psychische Erkrankungen eine Rolle spielen.
Das Programm der Tagung griff diese Themen aus unterschiedlichen fachlichen Blickwinkeln auf. BeitrĂ€ge zur psychosozialen Prozessbegleitung zeigten auf, wie Opfer wĂ€hrend eines Strafverfahrens unterstĂŒtzt werden können. Weitere VortrĂ€ge beleuchteten die Arbeit des Frauen*Hauses MĂŒnchen, die Strukturen des Trauma-Netzwerks Niedersachsen sowie psychiatrisch-psychologische Perspektiven auf hĂ€usliche und innerfamiliĂ€re Gewalt.
PolizeiprĂ€sident Thomas Ring betonte: "Die BekĂ€mpfung hĂ€uslicher Gewalt ist und bleibt eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Gerade bei komplexen Fragestellungen wie psychischen BeeintrĂ€chtigungen zeigt sich, wie wichtig das engagierte Zusammenwirken unterschiedlicher Professionen und Institutionen ist. Nur gemeinsam können wir bestehende UnterstĂŒtzungsstrukturen weiterentwickeln und nachhaltige Lösungen fĂŒr die Menschen in unserer Region schaffen."
Generalstaatsanwalt Detlev Rust erklĂ€rte: "Strafverfolgung hat nach den gesetzlichen Regelungen primĂ€r die TĂ€ter im Fokus. Um BeeintrĂ€chtigungen von Opfern zu lindern, gibt es deshalb inzwischen Angebote diverser Institutionen. Deren Angebote zum Schutz und zur UnterstĂŒtzung mĂŒssen gerade bei psychischen BeeintrĂ€chtigungen von Betroffenen hĂ€uslicher Gewalt passgenau wirken. Deshalb ist es notwendig, die unterschiedlichen fachlichen Erfahrungen und Perspektiven zusammenzufĂŒhren."
Die diesjĂ€hrige Fachtagung bot Raum fĂŒr einen intensiven fachlichen Austausch und lieferte wertvolle Anregungen, um UnterstĂŒtzungs- und Hilfsangebote im Bereich hĂ€uslicher Gewalt weiterzuentwickeln.
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