Kriminalität, Polizei

LKA-NRW: 20.000 Menschen aus NRW erhalten Post von der Polizei: Kein Fake, sondern Aufruf zur Teilnahme an der deutschlandweiten Studie SKiD

16.04.2026 - 10:29:29 | presseportal.de

Düsseldorf - Die Polizei NRW legt großen Wert darauf, die Sicherheit in Nordrhein-Westfalen zu stärken. Um weitere Erkenntnisse zu gewinnen und gezielt Maßnahmen erarbeiten zu können, werden im Auftrag des Landeskriminalamtes NRW (LKA NRW) in diesen Tagen Briefe verschickt. Empfänger sind 20.000 zufällig ausgewählte Menschen aus 94 Kommunen in NRW. Sie haben die Chance, an der neuen Erhebungswelle der Dunkelfeldstudie "Sicherheit und Kriminalität in Deutschland" (SKiD) teilzunehmen.

LKA-NRW: 20.000 Menschen aus NRW erhalten Post von der Polizei: Kein Fake, sondern Aufruf zur Teilnahme an der deutschlandweiten Studie SKiD - Foto: presseportal.de

"Wir raten Ihnen stets dazu, immer genau zu prüfen, ob Schreiben echt sind, um Betrugsversuche auszuschließen. Das gilt genauso für unseren Fragebogen, auch wenn es nicht um sensible Kontodaten oder Ähnliches geht. Daher bekommen Sie mit dem ersten Anschreiben ein Informationsblatt zur Überprüfung der Echtheit", sagt Ingo Wünsch, Direktor des Landeskriminalamtes NRW. "Sollten Sie also zu den 20.000 Menschen ab 16 Jahren aus NRW zählen, die zu Forschungszwecken angeschrieben werden, nehmen Sie sich bitte die Zeit, prüfen Sie das Schreiben kritisch und helfen Sie, mit Ihren Angaben die polizeiliche Arbeit weiter nach vorne zu bringen." Das dauert nicht länger als circa 30 bis 45 Minuten. "Die Informationen, um die wir Sie bitten, beziehen sich auf persönliche Erfahrungen mit Kriminalität, das Anzeigeverhalten und das Sicherheitsgefühl", informiert Dr. Maike Meyer, Leiterin des Dezernats zur Kriminalprävention beim LKA NRW.

SKiD steht für "Sicherheit und Kriminalität in Deutschland". Es handelt sich um eine bundesweite und repräsentative Bevölkerungsbefragung, die über den europäischen Sicherheitsfond kofinanziert und federführend durch das Bundeskriminalamt (BKA) durchgeführt wird. Das BKA hat den Fragebogen in Zusammenarbeit mit den Ländern entwickelt. Mit der praktischen Durchführung der Befragung ist das Umfrageinstitut "Verian" beauftragt. Die Auswertung der Bundesdaten erfolgt durch das Bundeskriminalamt, die Landesdaten werden von den jeweiligen Landeskriminalämtern oder Polizeihochschulen ausgewertet. In Nordrhein-Westfalen erfolgt die Datenauswertung durch die Kriminalistisch-kriminologische Forschungsstelle (KKF) des LKA NRW. SKiD wurde 2017 durch die Innenministerkonferenz (IMK) beauftragt. Bundesweit werden rund 200.000 Anschreiben verschickt, um Menschen zur Beteiligung aufzurufen.

"Wir möchten das Dunkelfeld aufhellen und noch besser verstehen, wo Menschen Unsicherheiten verspüren - nicht nur zu Forschungszwecken, sondern auch, um nachhaltige Präventionsstrategien zu entwickeln und das Vertrauen in die Polizei zu stärken", sagt Dr. Maike Meyer. In NRW werden in jeder Erhebungswelle wechselnde Themen intensiver beleuchtet: Im ersten Durchlauf ging es um das Sicherheitsempfinden im öffentlichen Raum. In der zweiten Welle ging es um die Frage, in welchen Situationen Zivilcourage gezeigt und wann Notrufe getätigt werden. "Und jetzt führen wir die dritte Erhebungswelle durch und fragen gezielt nach der Wahrnehmung von Bedrohungsszenarien und polarisierenden Einstellungen."

Wer ausgewählt wurde, erhält in diesen Tagen zunächst ein offizielles Ankündigungsschreiben. Ende des Monats folgt der Fragebogen. "Den können Sie entweder schriftlich ausfüllen und kostenlos zurückschicken oder online per QR-Code beantworten", informiert Dr. Maike Meyer. Die Befragten wurden per Zufallsprinzip aus den Einwohnermelderegistern gezogen. Ein Anonymisierungsverfahren schützt personenbezogene Daten. "Das Institut Verian erfragt die Daten und am Ende erhalten wir anonymisierte Ergebnisse, ohne Namen oder Adressen." Die Zufallsauswahl sorgt dafür, dass das Bild der Bevölkerung aussagekräftig ist.

Wer mehr erfahren möchte, findet auf der Projektseite der KKF die wichtigsten Fakten sowie die Ergebnisse der ersten Erhebungswellen: https://lka.polizei.nrw/artikel/sicherheit-und-kriminalitaet-in-deutschland. Weitere Informationen finden sich auf der Homepage des Bundeskriminalamtes.

Die Kriminalistisch-kriminologische Forschungsstelle (KKF) des Landeskriminalamtes NRW führt wissenschaftliche Studien durch - oft in Kooperation mit Universitäten und weiteren Forschungseinrichtungen. Ziel ist jeweils die Optimierung polizeilicher Ermittlungen, Gefahrenabwehr, Kriminalprävention und Opferschutz.

Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen
Völklinger Straße 49
40221 Düsseldorf
Telefon: 0211 / 939 6666
E-Mail: pressestelle.lka@polizei.nrw.de

Original-Content von: Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen übermittelt durch news aktuell

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