Iran, Terrorismus

Geheimdienst fĂŒrchtet AnschlĂ€ge durch pro-iranische Terrorgruppe

28.04.2026 - 04:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Das Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz (BfV) befĂŒrchtet bei der pro-iranischen Gruppe Hayi eine neue Eskalationsstufe in Europa.

Polizeiabsperrung (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Polizeiabsperrung (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Neu ist die Warnung Hayis, sich nunmehr nicht mehr nur auf `einfache` Angriffe zu beschrÀnken, sondern langfristig auch gefÀhrlichere Tatmittel einzubeziehen", erklÀrte die Behörde auf Anfrage des "Handelsblatts" (Dienstagausgabe).

Gemeint ist ein möglicher Übergang von Brandstiftungen zu AnschlĂ€gen mit Sprengstoff oder Waffen. Hintergrund sind mehrere AnschlĂ€ge auf jĂŒdische und US-amerikanische Einrichtungen in europĂ€ischen LĂ€ndern seit dem 9. MĂ€rz, darunter auch in Deutschland. Zu den Angriffen, insbesondere BrandanschlĂ€ge, habe sich die Gruppierung "Harakat Ashab al-Yamin al-Islamiya" (Hayi) mittels Videos bekannt, so der Verfassungsschutz.

Die Taten erfolgten demnach "jeweils in den Nacht- oder frĂŒhen Morgenstunden und verliefen bislang ohne PersonenschĂ€den". Es seien "vor allem Einrichtungen in den Benelux-Staaten und Großbritannien angegriffen" worden. Der Verfassungsschutz vermutet hinter der Gruppierung ein irakisch-schiitisches Netzwerk. "Die Organisation nutzt unterschiedliche KanĂ€le aus dem schiitisch-extremistischen und pro-iranischen Bereich in verschiedenen sozialen Medien, um ĂŒber ihre AktivitĂ€ten zu berichten", erklĂ€rte die Behörde. Hayi benenne "zudem neuerdings klar ihre politische Motivation hinter den Taten und drohe offen israelischen Einrichtungen sowie den sogenannten `Feinden des Islams` in Europa".

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