Großrazzia gegen Hells Angels in Nordrhein-Westfalen
28.04.2026 - 06:30:36 | dts-nachrichtenagentur.deEs handele sich laut Ministerium um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte des Landes. Seit den frühen Morgenstunden durchsuchten die Beamten mehr als 50 Objekte. Auch Spezialeinsatzkräfte waren beteiligt. Die Razzien fanden in Wohnungen und Geschäftsräumen von Vereinsmitgliedern und Unterstützern unter anderem in Leverkusen, Köln, Langenfeld, Monheim, Solingen, Dortmund, Oberhausen, Ahaus, Velbert, Duisburg, Bergheim, Gummersbach, Kempen, Herne, Voerde, Bielefeld, Bochum, Dinslaken, Lünen und Marienheide statt.
In den vergangenen Jahren waren in Nordrhein-Westfalen bereits andere "Hells Angels"-Ableger verboten worden. Zuletzt hatte Innenminister Herbert Reul (CDU) 2017 den Verein "Hells Angels MC Concrete City" verboten und aufgelöst. Das Oberverwaltungsgericht in Münster bestätigte das Verbot vier Jahre später. Die "Hells Angels" hatten einem Bericht der "Neuen Westfälischen" zufolge zuletzt 29 Chapter in NRW und waren mit 469 Mitgliedern die größte Rockergruppe im Bundesland.
