Linke, Untersuchung

Linke will unabhÀngige Untersuchung von tödlichem Polizeieinsatz

25.04.2025 - 00:00:00 | dts-nachrichtenagentur.de

Der BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer der Linken, Janis Ehling, hat eine unabhĂ€ngige Untersuchung des Polizeieinsatzes in Oldenburg gefordert, bei dem offenbar ein 21-JĂ€hriger von einem Polizisten erschossen wurde.

Linken-Parteitag (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
"Der tödliche Polizeieinsatz in Oldenburg, bei dem der 21-jĂ€hrige Lorenz von hinten durch einen Kopfschuss getötet wurde, wirft schwerste Fragen auf - zu Recht", sagte er dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagausgaben). "Fragen, die nicht im Hinterzimmer einer Polizeibehörde geklĂ€rt werden dĂŒrfen, sondern in aller Öffentlichkeit und durch wirklich unabhĂ€ngige Stellen." Die jetzt beauftragte Direktion Delmenhorst sei "keine neutrale Instanz".

Denn sie stehe selbst unter Verdacht, nicht vertrauenswĂŒrdig zu sein, seit 2021 ein junger Mann dort im Gewahrsam ums Leben gekommen sei, so Ehling. "Dass ausgerechnet diese Direktion nun ermitteln soll, ist ein Schlag ins Gesicht fĂŒr die Angehörigen und alle, die AufklĂ€rung fordern." Er unterstĂŒtze daher die Forderung nach einer unabhĂ€ngigen Untersuchung. Nötig sei ein lĂŒckenloses Sekundenprotokoll, es mĂŒssten Fragen nach der VerhĂ€ltnismĂ€ĂŸigkeit der Gewalt, einem möglichen rassistischen Motiv und der ideologischen PrĂ€gung des SchĂŒtzen geklĂ€rt werden. "Alles andere wĂ€re eine Vertuschung durch Routine", sagte der Linken-Politiker. Wegen der besonderen Bedeutung des Falles sollten die Ermittlungen von der Generalstaatsanwaltschaft ĂŒbernommen und durch Beamte des Landeskriminalamtes durchgefĂŒhrt werden. "Was wir endlich brauchen, ist eine unabhĂ€ngige Beobachtungs- und Beschwerdestelle gegen Polizeigewalt mit echten Ermittlungskompetenzen, wie sie etwa in Großbritannien lĂ€ngst existiert", so Ehling. "Ohne das bleiben PolizeiĂŒbergriffe in Deutschland allzu oft folgenlos - und das Vertrauen der Menschen schwindet weiter."

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