FDP-Politiker, Wolfgang Kubicki, sieht im versuchten Reichstagssturm eine gefÀhrliche symbolischen Aktion
07.09.2020 - 13:27:26 | ad-hoc-news.de
Der Reichstag in Berlin ist das zentrale Symbol unserer Demokratie und deshalb besonders durch politische Aktionen, wie der versuchten StĂŒrmung durch Rechtsextremisten im Verlauf der Berliner Corona-Demonstrationen bedroht, warnt Wolfgang Kubicki, Bundestagsvize der FDP gegenĂŒber der âWeltâ. Der mediale Erfolg der Aktion könnte andere politische KrĂ€fte dazu animieren, sich des Symbols zu bedienen. Es kann kein Dauerzustand sein, dass wir den Reichstag mit SicherheitskrĂ€ften schĂŒtzen mĂŒssen, befindet der FDP-Politiker.
Kubicki sieht Parallelen in der Aktion der Rechtsradikalen mit einer Aktion der Umweltorganisation Greenpeace, die im Juli das ReichstagsgebĂ€ude als Kulisse einer Protestkundgebung benutzt hatte. FĂŒr mich als Vorsitzender des Ăltestenrats, der fĂŒr die Nutzung des Reichstags verantwortlich ist, gibt es hier keinen Unterschied, erklĂ€rt Kubicki. Beide Aktionen haben das demokratische Symbol in eine Kulisse fĂŒr Sonderinteressen zweckentfremdet. Beide Taten sind eindeutig rechtswidrig, stellt der FDP-Politiker fest.
Allerdings kann ich die Taktik der Berliner Polizei und des Landesverfassungsschutzes nicht nachvollziehen. Es war eine fahrlĂ€ssige UnterschĂ€tzung der Dynamik und der QuantitĂ€t der Protestierenden. Im Vorfeld der Veranstaltung gab es vermehrt Hinweise und Online-Aufrufe zu einem âSturm auf Berlinâ, dies hĂ€tte man ernst nehmen mĂŒssen. Hier sehe ich erheblichen KlĂ€rungsbedarf, so Kubicki in der âWeltâ.
Auf die Nachfrage nach dem aktuellen Sicherheitskonzept muss der FDP-Politiker allerdings einrĂ€umen, dass die MaĂnahmen zwar beschlossen sind, deren Umsetzung aber bereits zwei Jahre in Anspruch nimmt. Es gibt hier einen erheblichen Leerlauf in der Kommunikation mit den Berliner Behörden. Berlin ist ein besonderes politisches Biotop, erklĂ€rt der Bundestagsvize. Hier gibt es ein SpannungsverhĂ€ltnis der internen Berliner Politik. Bezirk, Stadt und Land, das sind hier zum Teil Ebenen, die nicht besonders gut aufeinander abgestimmt sind und ihre eigenen Konflikte ausfechten, resĂŒmiert Kubicki gegenĂŒber der âWeltâ mit Ironie. Das sind unter anderem persönliche Fehden, die ausgetragen werden, aber alle BemĂŒhungen effektiv blockieren. Im Fall des Reichstags hat sich das jetzt in nicht akzeptabler Weise gerĂ€cht.
Kubicki sieht Parallelen in der Aktion der Rechtsradikalen mit einer Aktion der Umweltorganisation Greenpeace, die im Juli das ReichstagsgebĂ€ude als Kulisse einer Protestkundgebung benutzt hatte. FĂŒr mich als Vorsitzender des Ăltestenrats, der fĂŒr die Nutzung des Reichstags verantwortlich ist, gibt es hier keinen Unterschied, erklĂ€rt Kubicki. Beide Aktionen haben das demokratische Symbol in eine Kulisse fĂŒr Sonderinteressen zweckentfremdet. Beide Taten sind eindeutig rechtswidrig, stellt der FDP-Politiker fest.
Allerdings kann ich die Taktik der Berliner Polizei und des Landesverfassungsschutzes nicht nachvollziehen. Es war eine fahrlĂ€ssige UnterschĂ€tzung der Dynamik und der QuantitĂ€t der Protestierenden. Im Vorfeld der Veranstaltung gab es vermehrt Hinweise und Online-Aufrufe zu einem âSturm auf Berlinâ, dies hĂ€tte man ernst nehmen mĂŒssen. Hier sehe ich erheblichen KlĂ€rungsbedarf, so Kubicki in der âWeltâ.
Auf die Nachfrage nach dem aktuellen Sicherheitskonzept muss der FDP-Politiker allerdings einrĂ€umen, dass die MaĂnahmen zwar beschlossen sind, deren Umsetzung aber bereits zwei Jahre in Anspruch nimmt. Es gibt hier einen erheblichen Leerlauf in der Kommunikation mit den Berliner Behörden. Berlin ist ein besonderes politisches Biotop, erklĂ€rt der Bundestagsvize. Hier gibt es ein SpannungsverhĂ€ltnis der internen Berliner Politik. Bezirk, Stadt und Land, das sind hier zum Teil Ebenen, die nicht besonders gut aufeinander abgestimmt sind und ihre eigenen Konflikte ausfechten, resĂŒmiert Kubicki gegenĂŒber der âWeltâ mit Ironie. Das sind unter anderem persönliche Fehden, die ausgetragen werden, aber alle BemĂŒhungen effektiv blockieren. Im Fall des Reichstags hat sich das jetzt in nicht akzeptabler Weise gerĂ€cht.
Redaktion ad-hoc-news.de, NeoMatrix
de | news | 60633884 |
