Berlin, Deutschland

Deutscher Filmpreis: Das sind die Favoriten

31.03.2026 - 16:00:30 | dpa.de

Zwei Monate vor Verleihung des Deutschen Filmpreises stehen die Nominierungen fest. Welche Filme im Rennen sind – und für welche rührende Rolle Senta Berger ausgezeichnet werden könnte.

  • Senta Berger ist als beste Hauptdarstellerin nominiert. (Archivbild) - Foto: Felix Hörhager/dpa
  • Die Lola wird am 29. Mai verliehen. (Archivbild) - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa
  • Regisseurin Mascha Schilinski hat Chancen mit «In die Sonne schauen». (Archivbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa
Senta Berger ist als beste Hauptdarstellerin nominiert. (Archivbild) - Foto: Felix Hörhager/dpa Die Lola wird am 29. Mai verliehen. (Archivbild) - Foto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa Regisseurin Mascha Schilinski hat Chancen mit «In die Sonne schauen». (Archivbild) - Foto: Jens Kalaene/dpa

Beim Deutschen Filmpreis geht das Drama «In die Sonne schauen» von Regisseurin Mascha Schilinski mit den meisten Nominierungen ins Rennen. Der Film ist gleich elfmal vorgeschlagen – etwa für den besten Spielfilm, die beste Regie und das beste Drehbuch, wie die Deutsche Filmakademie zwei Monate vor der Verleihung bekanntgab.

Das Politdrama «Gelbe Briefe» von Regisseur ?lker Çatak kommt auf neun Nominierungen. Jeweils sieben Nominierungen bekamen die Buchverfilmung «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke» von Simon Verhoeven und das Drama «Das Verschwinden des Josef Mengele» von Kirill Serebrennikow.

Insgesamt konkurrieren sechs Filme um die Goldene Lola für den besten Spielfilm – neben diesen vier Titeln sind es das Drama «Amrum» von Regisseur Fatih Akin und die Literaturverfilmung «22 Bahnen» von Mia Maariel Meyer.

Die Auszeichnungen werden am 29. Mai in Berlin verliehen. Ähnlich wie bei den Oscars in den USA stimmen die Mitglieder der Deutschen Filmakademie über viele der Preisträgerinnen und Preisträger ab.

«In die Sonne schauen» war in diesem Jahr auch für Deutschland bei den Oscars ins Rennen gegangen, hatte es aber in Hollywood nicht bis in die Endrunde geschafft. Erzählt wird darin von vier jungen Frauen, die zu unterschiedlichen Zeiten auf einem Bauernhof in der Altmark leben.

Eine Nominierung für Senta Berger

Schauspielerin Senta Berger ist für ihre rührende Rolle in «Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke» als beste Hauptdarstellerin vorgeschlagen. Die 84-Jährige hatte sich zuletzt von einem Sturz erholen müssen – sie musste wegen eines komplizierten Bruchs des Oberschenkels operiert werden.

In «Ach, diese Lücke» spielt sie unter der Regie ihres Sohnes. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch des Schauspielers Joachim Meyerhoff, das dieser über seine Großeltern schrieb. Berger kann nun auf eine Lola als beste Hauptdarstellerin hoffen, nachdem sie vor einigen Jahren den Ehrenpreis der Filmakademie erhalten hatte. 

Als beste Hauptdarstellerin vorgeschlagen sind auch Özgü Namal («Gelbe Briefe») und Luna Wedler («22 Bahnen»). Als bester Hauptdarsteller sind Bruno Alexander («Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke»), August Diehl («Das Verschwinden des Josef Mengele») und Tansu Biçer («Gelbe Briefe») nominiert.

Welcher Film letztes Jahr gewonnen hat

Im vergangenen Jahr hatte der Thriller «September 5» von Regisseur Tim Fehlbaum über das Olympia-Attentat 1972 in München die Goldene Lola für den besten Spielfilm gewonnen.

Fest steht bereits, dass Regisseur Wim Wenders («Paris, Texas», «Perfect Days») in diesem Jahr den Ehrenpreis bekommt. Die Auszeichnung für den besucherstärksten Film geht an «Das Kanu des Manitu» von Regisseur und Schauspieler Michael «Bully» Herbig.

Als bester Dokumentarfilm sind drei Produktionen nominiert: «Siri Hustvedt - Dance Around the Self» über die Schriftstellerin Siri Hustvedt, «Soldaten des Lichts» über Verschwörungsideologien und «Im Prinzip Familie». Als bester Kinderfilm sind «Das geheime Stockwerk» und «Zirkuskind» nominiert.

Bekanntgeben wurden einige Nominierungen im ARD-Mittagsmagazin. Akademiepräsident Florian Gallenberger plädierte dafür, mehr junge Menschen an Filme heranzuführen, wie es etwa in Frankreich passiere.

Der Deutsche Filmpreis war früher mit rund drei Millionen Euro dotiert, dann wurde das Geld für die Filmförderung umgewidmet. Moderiert wird die Verleihung in diesem Jahr erneut von Schauspieler Christian Friedel («The White Lotus», «The Zone of Interest»). Die Gala an der Berliner Messe wird an dem Abend zeitversetzt auch im Ersten gezeigt.

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