Missbrauchsprozess, Hause

Missbrauchsprozess um nach Hause bestellte MĂ€dchen

24.09.2024 - 16:18:37 | dpa.de

Ein heute 81-JĂ€hriger soll sich MĂ€dchen zum Missbrauch fĂŒr Tausende Euro nach Hause bestellt haben. Im Prozess gehen seine Verteidiger die Richter an.

Die 31-jÀhrige Mitangeklagte unterhÀlt sich mit ihrer AnwÀltin. - Foto: Peter Kneffel/dpa

Die Verlesung der Anklage dauert rund eine Stunde - und sie hat es in sich: Die VorwĂŒrfe gegen einen 81-JĂ€hrigen und eine 31-jĂ€hrige Person, die sich selbst als Transfrau bezeichnet, reichen vom Missbrauch kleiner MĂ€dchen ĂŒber Kinderpornografie und Menschenhandel bis Zwangsprostitution. Die Angeklagten verfolgen den Vortrag der beiden StaatsanwĂ€ltinnen nach außen weitgehend unbewegt. Zu den ihnen gemachten VorwĂŒrfen sagen sie zunĂ€chst nichts. 

Der 81-JĂ€hrige aus einem wohlhabenden MĂŒnchner Vorort soll laut Anklage ĂŒber einen Zeitraum von zwölf Jahren im Internet nach Frauen gesucht haben, die zulassen, dass er sich an ihren Kindern vergeht. In mindestens zwei FĂ€llen soll die Mutter der Kinder diese selbst zu ihm gebracht haben. Teilweise sollen die Frauen wĂ€hrend des Missbrauchs auch anwesend gewesen sein. Der 81-JĂ€hrige bezahlte sie mit Tausenden Euro.

Im Gerichtssaal sitzt der Mann gebeugt und mit einer FFP-Maske. Immer wieder schließt er die Augen. Zur Verhandlung gebracht wird er mit einem Rollstuhl, doch als das Gericht den Saal betritt, schafft er es auch ohne Hilfe, sich zumindest ein StĂŒck weit zu erheben.

Hunderte Darstellungen missbrauchter Kinder

Er ist seit gut einem Jahr in Untersuchungshaft. Ende Juni 2023 hatten Ermittler sein Haus und seine ArbeitsstÀtte durchsucht und dort laut Staatsanwaltschaft auf einem Computer und DatentrÀgern Hunderte kinderpornographische Fotos und Dutzende Videos gefunden. Teilweise sind die darauf missbrauchten Kinder laut Anklageschrift noch SÀuglinge.

Unter anderem soll der 81-JĂ€hrige auch seine Mitangeklagte beauftragt haben, ihm Kinder zum Missbrauch zu bringen. Die 31-JĂ€hrige soll ihm die fĂŒnf Jahre alte Tochter einer Bekannten zum Missbrauch gebracht haben und dies auch mit ihrer damals sieben Jahre alten Cousine versucht haben. Zudem machten die beiden Angeklagten laut Anklage in teils drastischer Sprache PlĂ€ne fĂŒr regelrechte «Programme» - kombinierte sexuelle Handlungen mit mehreren zu missbrauchenden Kindern, die aber wohl nicht umgesetzt wurden. 

31-JĂ€hrige soll den Mitangeklagten erpresst haben

SpÀter soll die 31-JÀhrige ihren Mitangeklagten mit dessen Taten einem heimlich aufgenommenen Video und FlugblÀttern, die den Mann nackt zeigten, erpresst haben. Der 81-JÀhrige zahlte ihr laut Anklage in diesem Zusammenhang mehr als 200.000 Euro.

Vor Gericht Ă€ußerte sich die 31-JĂ€hrige nicht zu den TatvorwĂŒrfen, machte aber Angaben zu ihren persönlichen VerhĂ€ltnissen. Unter anderem beklagte sie, darunter zu leiden, als Transfrau in einer Justizvollzugsanstalt fĂŒr MĂ€nner untergebracht zu sein. 

Zu einer Aussage des 81-JĂ€hrigen kam es am Dienstag dann nicht mehr. Seine Verteidiger stellten einen Befangenheitsantrag gegen das Gericht - unter anderem, weil mehrere Personen dort an einem Buch ĂŒber Sexualstrafrecht mitarbeiten sollen. Die Entscheidung darĂŒber muss nun eine andere Kammer treffen. 

Der Prozess wurde so lange unterbrochen, ein fĂŒr Donnerstag angesetzter Termin gestrichen. Das Gericht geht von einem langen Verfahren aus. Es hat mehr als 30 Verhandlungstage fĂŒr den Prozess angesetzt. 

So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
FĂŒr. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 65818131 |