Essen, Gefangenenbefreiung

Essen: Maskierte befreien Häftling am Kennedyplatz aus Praxis

Veröffentlicht am: 14.10.2026 um 16:51 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Zwei maskierte Männer sollen einen 34-jährigen Untersuchungshäftling aus einer Arztpraxis im Essener Zentrum befreit haben. Die Polizei warnte vor möglicher Bewaffnung; eine nahe gefundene Handgranate erwies sich als Attrappe.

  • Die Polizei war rund um den Tatort im Großeinsatz. - Bild: Justin Brosch/dpa
    Die Polizei war rund um den Tatort im Großeinsatz. - Bild: Justin Brosch/dpa
  • Die Beamten mahnten die Bevölkerung zur Vorsicht: Die Täter könnten bewaffnet sein. - Bild: Matthias Rosenkranz/dpa
    Die Beamten mahnten die Bevölkerung zur Vorsicht: Die Täter könnten bewaffnet sein. - Bild: Matthias Rosenkranz/dpa
Die Polizei war rund um den Tatort im Großeinsatz. - Bild: Justin Brosch/dpa Die Beamten mahnten die Bevölkerung zur Vorsicht: Die Täter könnten bewaffnet sein. - Bild: Matthias Rosenkranz/dpa

Gefangener flieht nach Angriff auf Justizbeamte

Zwei maskierte Männer haben in Essen zwei Justizbeamte angegriffen und einen 34 Jahre alten Häftling befreit. Die Beamten sollten den Gefangenen am Mittwochmittag aus der Justizvollzugsanstalt Essen zu einer Arztpraxis am Kennedyplatz bringen.

Nach dem Angriff flüchteten der Häftling und seine beiden Helfer in unterschiedliche Richtungen.

Polizei warnt vor möglicher Bewaffnung

Die beiden Justizbediensteten wurden nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur überwältigt und gefesselt. Nach ersten Ermittlungen kam es im Hausflur der Arztpraxis zu einer Rangelei, bei der einer der Beamten seine Waffe gezogen haben soll; sie sei ihm aus der Hand geschlagen worden.

Die Polizei war mit zahlreichen Kräften in der Essener Innenstadt im Einsatz und rief die Bevölkerung zur Vorsicht auf. Eine Bewaffnung der Täter könne derzeit nicht ausgeschlossen werden; verdächtige Personen sollten nicht angesprochen, sondern über den Notruf 110 gemeldet werden.

Häftling saß wegen mehrerer Vorwürfe in Untersuchungshaft

Nach Angaben des nordrhein-westfälischen Justizministeriums saß der 34-Jährige wegen Drogendelikten und gefährlicher Körperverletzung in Untersuchungshaft.

Handgranate war eine Holzattrappe

In der Nähe untersuchten Ermittler zudem einen Gegenstand, der wie eine Handgranate aussah. Ein Entschärfer-Team des Landeskriminalamts stellte jedoch schnell fest, dass es sich um eine Attrappe aus Holz handelte.

Wer den Gegenstand abgelegt hatte und ob ein Zusammenhang mit der Gefangenenbefreiung bestand, blieb zunächst offen. Der Kennedyplatz ist von Restaurants, Cafés, Arztpraxen und Veranstaltungsflächen umgeben.

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