GeldwÀsche, Europol

Europol: Netzwerk fĂŒr GeldwĂ€sche zerschlagen

06.03.2026 - 11:30:13 | dpa.de

Zwei Handys werden in einer schwedischen Kleinstadt beschlagnahmt. Und dann machen lokale Ermittler eine Entdeckung. Mit globalen Folgen.

Das kriminelle Netzwerk streckte sich laut Europol von Europa ĂŒber Asien und Australien aus. - Foto: Jerry Lampen/anp/dpa

Internationale Ermittler haben ein globales kriminelles Netzwerk fĂŒr GeldwĂ€sche und Drogenhandel zerschlagen. 15 VerdĂ€chtige wurden in vier LĂ€ndern festgenommen, teilte Europol in Den Haag mit. Ein Netzwerk von Unternehmen sei aufgedeckt worden, die von kriminellen Banden fĂŒr GeldwĂ€sche ihrer Profite aus dem Drogenhandel genutzt worden waren. Das Netzwerk streckte sich Europol zufolge von Europa ĂŒber Asien und Australien aus. 

Dieser Fall zeige, wie das organisierte Verbrechen heute funktioniere, sagte Andy Kaag, Leiter der Europol-Abteilung fĂŒr organisiertes Verbrechen. «Es fĂ€ngt mit etwas Kleinem an. Aber es ist global.» 

Alles fing mit zwei Handys an 

Alles begann 2024 mit der Beschlagnahme von zwei Mobiltelefonen in einer Kleinstadt im Westen von Schweden, wie der Vize-Chef der schwedischen Polizei, Matts Berggren, mitteilte. Er nannte mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen den Namen der Stadt nicht. «Lokale Polizeibeamte fanden in den Telefonen die gespeicherten Daten eines ausgeklĂŒgelten globalen Verbrechernetzwerkes.» 

In den folgenden zwei Jahren arbeiteten Ermittler in Schweden, Spanien, Deutschland und Australien zusammen. In dieser Woche griffen sie dann in einer von Europol koordinierten Aktion zu. UnterstĂŒtzt wurde der Einsatz auch von der europĂ€ischen Justizbehörde Eurojust. Auch Behörden in Thailand waren beteiligt. Dutzende GebĂ€ude waren durchsucht und unter anderem Computer und Telefone beschlagnahmt worden. 

Drogenfund in Deutschland 

In Thailand organisierten Mitglieder des Netzwerkes den Online-Handel in Drogen vor allem mit skandinavischen LĂ€ndern. In Schweden wurden die Drogen dann den Angaben zufolge weiter vertrieben und die Profite durch ein ausgeklĂŒgeltes System von Verschiebung ĂŒber legale Unternehmen gewaschen. 

Deutschland hatte 1,2 Tonnen synthetischer Drogen sichergestellt, die nach Australien verschifft werden sollten. Dieser Fund fĂŒhrte zu zwei Festnahmen in Australien. Andere mutmaßliche SchlĂŒsselpersonen waren in Schweden und Spanien festgenommen worden. Nach Angaben von Europol waren die meisten von ihnen zuvor bei der Polizei nicht im Blick.

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