BMW-Sparprogramm, Stellen

BMW-Sparprogramm: Bis zu 7.700 Stellen bis Ende 2026 gestrichen

19.06.2026 - 15:41:26 | boerse-global.de

BMW bereitet Gespräche mit dem Betriebsrat über ein Sparprogramm vor. Der Autobauer plant einen Personalabbau von bis zu fünf Prozent bis Ende 2026.

BMW plant Sparprogramm: Personalabbau und Kurs auf Sechsjahrestief
BMW-Sparprogramm - Ein gedimmter Fabrikboden in einer Automobilfabrik mit einer einzelnen, silhouettierten Person inmitten ruhender Maschinen. 19.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Grund ist eine verschlechterte Geschäftslage. Ein Unternehmenssprecher bestätigte die Vorbereitungen am heutigen Freitag.

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Personalabbau durch natürliche Fluktuation

Im Zentrum der Kostensenkungen steht ein Personalrückgang von bis zu fünf Prozent bis Ende 2026. Das entspricht rund 7.500 bis 7.700 Stellen. Der Abbau soll vorrangig über die natürliche Fluktuation laufen.

CEO Milan Nedeljkovic betonte die Notwendigkeit, die Maßnahmen zu intensivieren. Analysten erwarten zudem eine stärkere Lokalisierung der Produktion in Nordamerika und China – das senkt Währungsrisiken und Logistikkosten.

Kurs auf Sechsjahrestief

Die wirtschaftliche Eintrübung zeigt sich auch im Aktienkurs. Das BMW-Papier fiel auf etwa 60,40 Euro – ein Sechsjahrestief. Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund 35 Prozent an Wert.

Hintergrund sind ein schwaches China-Geschäft und die Folgen des Iran-Krieges. Die Unsicherheiten in den Lieferketten und steigende Energiekosten belasten die Margen erheblich. Es ist bereits die dritte Gewinnwarnung innerhalb von drei Jahren.

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Branche unter Druck

BMW steht damit nicht allein. Auch Volkswagen bekräftigte auf seiner Hauptversammlung am Donnerstag einen strikten Sparkurs. Konzernchef Oliver Blume verteidigte Pläne, bis 2030 rund 50.000 Stellen abzubauen – 35.000 davon bei der Kernmarke VW.

Doch Analysten kritisieren: Ein reines Sparprogramm reiche nicht, es fehle eine umfassende Strategie. Eine interne Umfrage bei Volkswagen zeigt die Dramatik: Sechs von neun Vorstandsmitgliedern sehen die Existenz des Konzerns gefährdet und fordern einen radikalen Strategiewechsel.

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