Studie: Verkehrs- und Logistikbranche fehlen 30.000 ArbeitskrÀfte
23.12.2024 - 02:57:33 | dts-nachrichtenagentur.deEbenfalls hoch ist die FachkrĂ€ftelĂŒcke bei Bus- und StraĂenbahnfahrern (4.083 mehr offene Stellen als passend Qualifizierte) sowie in der Lagerwirtschaft (3.851). Besonders groĂe Schwierigkeiten haben Betriebe, die den Eisenbahnverkehrsbetrieb steuern und ĂŒberwachen, damit, FachkrĂ€fte zu finden. 91,5 Prozent der offenen Stellen konnten zuletzt nicht besetzt werden, auch wenn die absolute FachkrĂ€ftelĂŒcke mit 2.875 mehr offenen Stellen als Qualifizierten geringer als in den anderen Berufen ausfĂ€llt. Dabei ĂŒbersteigt eigentlich die Zahl der gemeldeten qualifizierten Arbeitslosen mit 149.000 die der offenen Stellen mit 109.000. Theoretisch seien fĂŒr qualifizierte ArbeitskrĂ€fte also alle Stellen besetzbar. Entgegen der allgemeinen Situation auf dem Arbeitsmarkt gebe es bei Verkehrs- und Logistikberufen seit 2010 mehr Arbeitslose als offene Stellen. Trotzdem können offene Stellen nicht besetzt werden. "Offene Stellen und Arbeitslose verteilen sich also auf unterschiedliche Berufe", schlussfolgert Tiedemann. "Obwohl der FachkrĂ€ftemangel konjunkturbedingt in Verkehrs- und Logistikberufen zurĂŒckgegangen ist, werden weiterhin viele qualifizierte FachkrĂ€fte gesucht. Das Fehlen dieser FachkrĂ€fte ist gerade in Zeiten komplexer Lieferketten und globaler Vernetzungen eine Herausforderung fĂŒr die Wirtschaft", heiĂt es in der Studie. Oft könnten Just-in-Time-Lieferungen durch den Mangel an Berufskraftfahrern nicht eingehalten werden. Dies fĂŒhre zu Verzögerungen oder gar den Produktionsstopps entlang der Lieferkette. Das Fehlen von Busfahrern, StraĂenbahnfahrern sowie ZugfĂŒhrern gestalte zudem die MobilitĂ€tswende schwierig. "Um dem FachkrĂ€ftemangel entgegenzuwirken, sollten mehr junge Menschen fĂŒr eine Ausbildung begeistert werden und Anreize gesetzt werden, Ă€ltere BeschĂ€ftigte lĂ€nger am Arbeitsmarkt zu halten. Zudem sollten bĂŒrokratische HĂŒrden, insbesondere bei der Rekrutierung internationaler FachkrĂ€fte, weiter gesenkt werden", sagte Studienautor Tiedemann den Funke-Zeitungen. Das KOFA ist am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) angesiedelt und ein Projekt im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Es soll kleine und mittlere Unternehmen bei ihrer Personalarbeit unterstĂŒtzen.
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