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Studie: Verkehrs- und Logistikbranche fehlen 30.000 ArbeitskrÀfte

23.12.2024 - 02:57:33 | dts-nachrichtenagentur.de

Bundesweit fehlen knapp 30.000 qualifizierte ArbeitskrĂ€fte in Verkehrs- und Logistikberufen, also etwa Berufskraftfahrer, Speditions- und Logistikkaufleute sowie Bus- und Straßenbahnfahrer.

Lkw (Archiv) - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
Das geht aus einer Studie des Kompetenzzentrums FachkrĂ€ftesicherung (KOFA) hervor, ĂŒber die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben) berichten. FĂŒr die Studie war der Durchschnitt der offenen Stellen zwischen Juli 2023 und Juni 2024 betrachtet worden. Zwar sei die FachkrĂ€ftelĂŒcke nach dem starken Anstieg zur Corona-Pandemie im Betrachtungszeitraum um 25 Prozent gesunken, liege aber weiterhin auf einem hohen Niveau, schreibt der Studienautor Jurek Tiedemann. Allein bei den Berufskraftfahrern im Lkw- und GĂŒterverkehr gebe es 4.508 mehr offene Stellen als passend qualifizierte Arbeitslose.

Ebenfalls hoch ist die FachkrĂ€ftelĂŒcke bei Bus- und Straßenbahnfahrern (4.083 mehr offene Stellen als passend Qualifizierte) sowie in der Lagerwirtschaft (3.851). Besonders große Schwierigkeiten haben Betriebe, die den Eisenbahnverkehrsbetrieb steuern und ĂŒberwachen, damit, FachkrĂ€fte zu finden. 91,5 Prozent der offenen Stellen konnten zuletzt nicht besetzt werden, auch wenn die absolute FachkrĂ€ftelĂŒcke mit 2.875 mehr offenen Stellen als Qualifizierten geringer als in den anderen Berufen ausfĂ€llt. Dabei ĂŒbersteigt eigentlich die Zahl der gemeldeten qualifizierten Arbeitslosen mit 149.000 die der offenen Stellen mit 109.000. Theoretisch seien fĂŒr qualifizierte ArbeitskrĂ€fte also alle Stellen besetzbar. Entgegen der allgemeinen Situation auf dem Arbeitsmarkt gebe es bei Verkehrs- und Logistikberufen seit 2010 mehr Arbeitslose als offene Stellen. Trotzdem können offene Stellen nicht besetzt werden. "Offene Stellen und Arbeitslose verteilen sich also auf unterschiedliche Berufe", schlussfolgert Tiedemann. "Obwohl der FachkrĂ€ftemangel konjunkturbedingt in Verkehrs- und Logistikberufen zurĂŒckgegangen ist, werden weiterhin viele qualifizierte FachkrĂ€fte gesucht. Das Fehlen dieser FachkrĂ€fte ist gerade in Zeiten komplexer Lieferketten und globaler Vernetzungen eine Herausforderung fĂŒr die Wirtschaft", heißt es in der Studie. Oft könnten Just-in-Time-Lieferungen durch den Mangel an Berufskraftfahrern nicht eingehalten werden. Dies fĂŒhre zu Verzögerungen oder gar den Produktionsstopps entlang der Lieferkette. Das Fehlen von Busfahrern, Straßenbahnfahrern sowie ZugfĂŒhrern gestalte zudem die MobilitĂ€tswende schwierig. "Um dem FachkrĂ€ftemangel entgegenzuwirken, sollten mehr junge Menschen fĂŒr eine Ausbildung begeistert werden und Anreize gesetzt werden, Ă€ltere BeschĂ€ftigte lĂ€nger am Arbeitsmarkt zu halten. Zudem sollten bĂŒrokratische HĂŒrden, insbesondere bei der Rekrutierung internationaler FachkrĂ€fte, weiter gesenkt werden", sagte Studienautor Tiedemann den Funke-Zeitungen. Das KOFA ist am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) angesiedelt und ein Projekt im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Es soll kleine und mittlere Unternehmen bei ihrer Personalarbeit unterstĂŒtzen.

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