Busfahrer-Studie, Nackenschmerzen

Busfahrer-Studie: 67 Prozent leiden unter Nackenschmerzen

Veröffentlicht am: 13.06.2026 um 16:02 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Eine Studie zeigt: Über die HĂ€lfte der Busfahrer leidet unter chronischen Schmerzen. Auch psychische Belastungen durch Gewalt und Schichtarbeit sind hoch.

Buspersonal in der Schweiz: Studie belegt hohe Gesundheitsrisiken
Ein Busfahrer, von hinten gesehen, blickt mĂŒde durch die Windschutzscheibe seines Busses auf eine dĂ€mmrige Stadtlandschaft. Illustration mit AI erstellt ĂŒbermittelt durch boerse-global.de

Das zeigt die Trapheac-Studie von Unisanté in Lausanne, die am Donnerstag vorgestellt wurde.

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Nacken und RĂŒcken am stĂ€rksten betroffen

Die Zahlen sind alarmierend. 67 Prozent der Busfahrer klagen ĂŒber Nackenschmerzen, 60 Prozent ĂŒber RĂŒckenprobleme. Insgesamt leiden ĂŒber 50 Prozent unter Gelenkschmerzen. Die Studie wurde im Rahmen der Delegiertenversammlung des Verkehrspersonalverbands SEV prĂ€sentiert.

Doch nicht nur der Körper leidet. Die Forscher identifizierten ein deutlich erhöhtes Risiko fĂŒr Stress und Burnout. Schuld sind vor allem die Arbeitszeiten.

Jeder zusĂ€tzliche Arbeitstag mit einer Tagesamplitude von mehr als zehn Stunden steigert das Erschöpfungsrisiko um 13 Prozent. Nacht- und FrĂŒhschichten sowie schlechte Pausenplanung verschĂ€rfen die Situation zusĂ€tzlich.

TĂ€gliche Aggressionen belasten die Psyche

Neben den ergonomischen Problemen kĂ€mpft das Personal mit einem weiteren Problem: Gewalt. 13 Prozent der Befragten erleben tĂ€glich Übergriffe, 44 Prozent berichten von tĂ€glichen Aggressionen im Dienst.

Die Folgen sind messbar. Bei Betroffenen steigt das Risiko fĂŒr ErschöpfungszustĂ€nde um 36 Prozent. Die stĂ€ndige Angst vor UnfĂ€llen oder gewalttĂ€tigen Auseinandersetzungen belastet die psychische Gesundheit nachhaltig.

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SEV startet Kampagne

SEV-PrĂ€sident Matthias Hartwich macht den Spardruck und Personalmangel verantwortlich. „Jede Sparmaßnahme belastet unmittelbar das Personal", sagte er. „Die Politik muss handeln."

Auch VizeprÀsident Pablo Guarino fordert bessere Arbeitszeitgestaltung und effektiveren Schutz vor Gewalt.

Das Bundesamt fĂŒr Verkehr (BAV) erkennt den Handlungsbedarf an. Direktor Peter Fuglistaler rĂ€umte ein, dass Maßnahmen nötig seien, verwies aber auf Ă€hnlichen Druck bei den Bahnunternehmen.

Der SEV startete am Donnerstag eine Kampagne fĂŒr bessere Arbeitsbedingungen. Gefordert werden unter anderem kĂŒrzere Tagesamplituden und mehr Schutz vor Übergriffen.

Autonome Busse als Zukunft?

Parallel testet Postauto Schweiz seit Anfang Juni in der Ostschweiz autonome Fahrzeuge der Stufe 4. Die Technologie soll den ÖV in Randzeiten und entlegenen Gebieten ergĂ€nzen. Noch sind Sicherheitsfahrer an Bord.

FĂŒr das bestehende Personal bieten solche Innovationen kurzfristig keine Entlastung. Der FachkrĂ€ftemangel bleibt – und die gesundheitlichen Probleme auch.

Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und MĂ€rkten ohne GewĂ€hr; Änderungen jederzeit möglich. BörsengeschĂ€fte können zu hohen Verlusten fĂŒhren. Unsere BeitrĂ€ge werden ganz oder teilweise automatisiert mit UnterstĂŒtzung von AI erstellt und geprĂŒft.

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