Compliance-Skandal: Ärzte ohne Grenzen dokumentiert 59 Fälle Fehlverhaltens
24.06.2026 - 19:36:25 | boerse-global.de
Luxshare Precision, Univar Solutions und Nescafé veröffentlichen detaillierte Zahlen zu Emissionen, Lieferketten und ethischen Standards.
Elektronikriese prĂĽft fast 2.000 Lieferanten
Der chinesische Elektronikhersteller Luxshare Precision hat 1.815 Zulieferer einer Prüfung unterzogen. Das Ziel: CO2-Neutralität bis 2050.
Bereits jetzt konnten die Emissionen in den Bereichen Scope 1 und 2 um 25 Prozent gesenkt werden – im Vergleich zu 2022. 64 Prozent des Energiebedarfs stammen aus sauberen Quellen.
Chemiekonzern ĂĽbertrifft eigene Ziele
Univar Solutions meldet eine ĂĽberraschende Entwicklung: Statt der angepeilten 20 Prozent Reduktion bei den Scope-1-und-2-Emissionen erreichte das Unternehmen 32 Prozent.
Bis 2030 will der Konzern diese Emissionen um 43 Prozent senken – Basis ist das Jahr 2019. Auch die Sondermüllintensität soll um 20 Prozent sinken.
Nescafé setzt auf regenerative Landwirtschaft
Im Agrarsektor zeigt sich ein ähnlicher Trend. 94,3 Prozent des Rohkaffees kaufte Nescafé 2025 nach verantwortungsvollen Kriterien ein. Über die Hälfte stammt aus regenerativer Landwirtschaft.
Mehr als 100.000 Landwirte in 15 Ländern wurden geschult, über 20 Millionen Kaffeesetzlinge verteilt. Die Treibhausgasemissionen des Rohkaffees sanken um 18,3 Prozent gegenüber 2018.
Ärzte ohne Grenzen: 59 Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens
Doch nicht alle Berichte lesen sich positiv. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen dokumentierte 59 Fälle sexuellen Fehlverhaltens in Flüchtlingslagern im Tschad und Sudan.
Um Vorfälle wie sexuelles Fehlverhalten oder andere Missstände frühzeitig zu erkennen, ist ein rechtssicheres Meldesystem für Organisationen heute unverzichtbar. Dieser kostenlose Praxisleitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die Anforderungen des Hinweisgeberschutzgesetzes DSGVO-konform umsetzen und interne Meldestellen sicher organisieren. Endlich Klarheit beim HinSchG: So setzen Sie das Gesetz sicher um
Betroffene Frauen mussten demnach sexuelle Handlungen im Austausch für humanitäre Hilfe leisten. 18 Mitarbeiter wurden entlassen. Die Organisation kündigte an, Meldekanäle zu verbessern und Hintergrundchecks zu verschärfen.
Lafarge: Verurteilung wegen Terrorfinanzierung
Der Baustoffkonzern Lafarge war bereits im Frühjahr 2026 in Frankreich verurteilt worden – wegen Zahlungen in Millionenhöhe an den Islamischen Staat in Syrien (2013/2014). Der ehemalige CEO erhielt eine Haftstrafe.
In den USA zahlte das Unternehmen 2022 bereits 778 Millionen US-Dollar Strafe. Ein weiteres Verfahren wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit läuft noch.
KI gegen Betrug im Zahlungsverkehr
Der Zahlungsdienstleister Nuvei setzt derweil auf Technik: Neue Modelle für grenzüberschreitende Transaktionen nutzen KI-gestützte Betrugsprävention und smarte Routing-Verfahren. Ziel ist mehr Sicherheit und Effizienz im globalen Zahlungsverkehr.
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