Reise

Tui sieht keine VersÀumnisse bei Tourismus in Golfregion

03.03.2026 - 11:45:06 | dts-nachrichtenagentur.de

Der Vorstandsvorsitzende des Reisekonzerns Tui, Sebastian Ebel, hat betont, dass die Reiseveranstalter keinen Druck auf die Bundesregierung ausgeĂŒbt haben, die Golfregion im Vorfeld des Iran-Konflikts als sichere Reiseregion darzustellen.

Dubai (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
Dubai (Archiv) - Foto: via dts Nachrichtenagentur
"Das wĂŒrden wir uns nie anmaßen", sagte Ebel dem Nachrichtensender "Welt". "Das ist die Verantwortung des AuswĂ€rtigen Amtes. Da nehmen wir gar keinen Einfluss drauf. Und wenn das gesagt wird, dann ist das böswillig."

Auch einen fahrlÀssigen Umgang mit der angespannten Sicherheitslage in der Golfregion kann Ebel nicht erkennen: "Es gibt ja offizielle Stellen, die Reisewarnungen aussprechen. Das ist nicht passiert. Und die gesamte Intelligenz, die wir hatten, hat auch eine solche Reaktion gar nicht vermuten lassen. Die Entfernung von Teheran nach Dubai sind, glaube ich, 700, 800 Kilometer. Das Gebiet wurde vom AuswÀrtigen Amt als sicher eingeschÀtzt, und dem sind wir gefolgt."

Dass Außenminister Johann Wadephul klargemacht hat, dass die Verantwortung fĂŒr die RĂŒckholung von Touristen bei den Reiseveranstaltern liegt und nicht bei der Regierung, ist fĂŒr Ebel nur Ausdruck einer SelbstverstĂ€ndlichkeit: "Es ist unsere Verantwortung, die PauschalreisegĂ€ste, die mit der Tui gebucht haben, wieder nach Hause zu bringen. Da brauchen wir auch keine Belehrung dafĂŒr. Das tun wir. Im Rahmen der Möglichkeiten, die wir haben, da sind wir auch sehr, sehr gut vernetzt mit den Regierungen vor Ort."

GrundsĂ€tzlich befĂŒrchtet Ebel eine Delle bei den Urlaubsbuchungen fĂŒr die Golfregion. "Selbst wenn sich dieser Konflikt kurzfristig befriedet, was wir ja alle hoffen, dann wird das schon einige Monate dauern, bis sich das wieder normalisiert. Was wir sehen, ist, dass die Kunden sehr dynamisch sich dann fĂŒr andere Destinationen entscheiden." Man sehe etwa in den letzten drei Tagen einen "sehr starken Shift in die Karibik", so Ebel.

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