DGB warnt vor AfD: Hunderte Betriebe und tausende Jobs in Gefahr
Veröffentlicht am: 18.09.2026 um 09:00 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Yasmin Fahimi, die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), hat vor den wirtschaftlichen Folgen einer möglichen Regierungsbeteiligung der AfD gewarnt.
Laut Berichten vom 18. September 2026 sieht die Gewerkschaftschefin im politischen Kurs der Partei eine massive Gefahr fĂŒr den Wirtschaftsstandort Deutschland. Insbesondere die PlĂ€ne eines EU-Austritts sowie die Haltung zum Arbeitsmarkt stĂŒnden im Zentrum der Kritik. Die Warnung erfolgt unmittelbar vor den an diesem Sonntag stattfindenden Landtagswahlen.
GefÀhrdung von Industrie und ArbeitsplÀtzen
Ein zentraler Kritikpunkt der DGB-Vorsitzenden betrifft die europapolitischen Ambitionen der AfD. Fahimi betonte, dass ein RĂŒckzug Deutschlands aus der EuropĂ€ischen Union den wirtschaftlichen Ruin bedeuten wĂŒrde.
Nach ihrer EinschĂ€tzung wĂŒrde ein solcher Schritt hunderte Betriebe die Existenz kosten und tausende IndustriearbeitsplĂ€tze vernichten. Die enge Verflechtung der deutschen Industrie mit dem europĂ€ischen Binnenmarkt sei die Grundlage fĂŒr den Erhalt dieser Stellen, die durch eine isolationistische Politik unmittelbar bedroht wĂ€ren.
DarĂŒber hinaus verwies die Gewerkschaftschefin auf die aktuelle Dynamik am deutschen Arbeitsmarkt. Laut Fahimi werde der BeschĂ€ftigungszuwachs, der seit 2024 zu beobachten ist, ausschlieĂlich von auslĂ€ndischen BeschĂ€ftigten getragen.
Eine politische Agenda, die auf Ausgrenzung setzt, wĂŒrde somit die personelle Basis des deutschen Wirtschaftswachstums gefĂ€hrden. Die Sicherung des FachkrĂ€ftebedarfs hĂ€nge maĂgeblich von der Integration internationaler ArbeitskrĂ€fte ab, was mit dem Programm der AfD nicht vereinbar sei.
Der DGB warnt, dass ein EU-Austritt hunderte Betriebe die Existenz kosten und tausende IndustriearbeitsplĂ€tze vernichten wĂŒrde. FĂŒr HR-Leiter und BetriebsrĂ€te stellt sich damit die Frage: Welche Standortrisiken stecken in der eigenen Belegschaft â und wie handlungsfĂ€hig ist man, wenn die Politik kippt? Der kostenlose Report liefert eine Standortrisiko-Checkliste und einen HR-Notfallplan in klaren Schritten. Kostenlosen HR-Report jetzt anfordern
Kritik an Sozial- und Lohnpolitik
Neben den auĂenwirtschaftlichen Aspekten kritisierte Fahimi auch die innenpolitischen Ziele der Partei. Die AfD positioniere sich gegen den gesetzlichen Mindestlohn, was die Einkommenssituation zahlreicher Arbeitnehmer verschlechtern wĂŒrde.
Zudem fordere die Partei deutliche KĂŒrzungen in den Bereichen Soziales und Rente. Nach Ansicht des DGB wĂŒrde dies den gesellschaftlichen Zusammenhalt schwĂ€chen und die soziale Sicherheit der BeschĂ€ftigten untergraben.
Eigene Forderungen und bundesweite Proteste
Parallel zur Warnung vor der AfD formulierte der DGB auch konkrete Forderungen an die aktuelle Wirtschaftspolitik. Um die Belastung fĂŒr Unternehmen und private Haushalte zu senken, forderte Yasmin Fahimi eine Reduzierung der Strom- sowie der Mineralölsteuer. Dies wird als notwendiger Schritt zur Entlastung in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld gewertet.
Laut DGB wird der BeschĂ€ftigungszuwachs seit 2024 ausschlieĂlich von auslĂ€ndischen BeschĂ€ftigten getragen â eine Politik der Ausgrenzung wĂŒrde damit die personelle Basis des Wachstums gefĂ€hrden. Wer als HR-Verantwortlicher den FachkrĂ€ftebedarf sichern muss, braucht belastbare Szenarien statt Schlagzeilen. Der kostenlose Report zeigt fĂŒnf Szenarien fĂŒr BetriebsrĂ€te und HR-Teams. HR-Szenarien-Leitfaden jetzt sichern
Um den Forderungen der Arbeitnehmerschaft Nachdruck zu verleihen, hat der Gewerkschaftsbund fĂŒr den 26. September 2026 bundesweite Aktionen angekĂŒndigt. Geplant sind Kundgebungen gegen den aktuellen Regierungskurs in insgesamt 15 GroĂstĂ€dten.
Zu den zentralen Versammlungsorten gehören unter anderem Berlin, Leipzig, Hannover, Frankfurt am Main und Stuttgart. Mit diesen Demonstrationen will der DGB ein Zeichen fĂŒr eine stabilere Sozialpolitik und gegen die wirtschaftlichen Konzepte der politischen Rechten setzen.
Mehr zum Thema bei SĂŒddeutsche Zeitung: âGewerkschaften - DGB warnt vor AfD - und protestiert gegen Regierung - Politikâ
