Gesellschaft, Wirtschaftsweise

Wirtschaftsweise für Abschaffung der aktuellen Witwenrente

07.07.2023 - 10:04:35 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hat eine Abschaffung der Witwenrente in ihrer bisherigen Form ins Spiel gebracht.

Wohlhabende Senioren - Bild: über dts Nachrichtenagentur
Wohlhabende Senioren - Bild: über dts Nachrichtenagentur

"Die jetzige Regelung reduziert die Anreize, eine eigene Beschäftigung aufzunehmen", sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrats dem "Spiegel". Außerdem trügen so alleinstehende Beitragszahler zur Finanzierung von Rentenansprüchen für nicht erwerbstätige Partner bei, die selbst nicht in das System einzahlten.

Stattdessen solle das selten genutzte Rentensplitting künftig verpflichtend sein: Dabei werden die in einer Ehe von beiden erworbenen Rentenansprüche hälftig aufgeteilt. Nach dem Tod eines Partners bleiben dem Hinterbliebenen also diese Hälfte plus die vor der Ehe erworbenen eigenen Ansprüche. Dies sei ihre persönliche Position und nicht mit den anderen Wirtschaftsweisen abgestimmt, sagte Schnitzer. Derzeit erhalten Ehepartner mindestens 55 Prozent der Rente des verstorbenen Partners - unabhängig davon, ob Ansprüche während der Ehe erworben wurden oder nicht. Dies widerspreche dem Äquivalenzprinzip, wonach sich die Auszahlungen grundsätzlich nach den selbst geleisteten Beiträgen bemessen, so Schnitzer.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

de | wirtschaft | 63835970 |

Weitere Meldungen

SoVD will Stabilität der Rente als Ziel für Reform Kurz bevor die von der Bundesregierung eingesetzte Rentenkommission am 23. (Politik, 19.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Merz optimistisch für sehr weitreichende Rentenreform Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) glaubt bei der Rentenreform an eine zügige Einigung in der Koalition."Es geht nicht um die Frage, wer sich jetzt hier gegen wen durchsetzt, sondern es geht um die Frage, was wir gemeinsam hinbekommen", sagte Merz den Sendern RTL und ntv am Rande des G7-Gipfels. (Politik, 17.06.2026 - 18:07) weiterlesen...

VdK-Präsidentin wirft Dobrindt Irreführung beim Bürgergeld vor Die Präsidentin des Sozialverbands VdK, Verena Bentele, wirft Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) beim Bürgergeld Irreführung vor."Von massiven Steigerungen beim Regelsatz, wie es Minister Dobrindt formuliert, kann keine Rede sein", sagte Bentele der "Rheinischen Post". (Politik, 17.06.2026 - 13:14) weiterlesen...

Paritätischer fordert Ende von Beamten-Sonderrechten Angesichts der aktuellen Debatte um die Finanzierbarkeit des Sozialstaates fordert der Sozialexperte Joachim Rock ein Ende der Sonderstellung von Staatsdienern und die schnelle Einführung einer allgemeinen Bürgerversicherung."Wir können uns die Sonderbehandlung von Beamten auf die Dauer nicht leisten", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). (Politik, 17.06.2026 - 01:00) weiterlesen...

Beamtenbund-Chef wirft Bas und Linnemann Populismus vor Beamtenbund-Chef Volker Geyer wirft Spitzenpolitikern der schwarz-roten Regierung Populismus vor. (Politik, 13.06.2026 - 06:36) weiterlesen...

Steinbrück kritisiert Blockade bei Infrastrukturgesetz Der SPD-Politiker Peer Steinbrück übt scharfe Kritik an der schwarz-roten Koalition wegen des monatelangen Stillstands beim "Infrastrukturzukunftsgesetz", das schnelleres Bauen ermöglichen soll. (Politik, 13.06.2026 - 06:02) weiterlesen...