Energiewende, Coneva

Energiewende: Coneva senkt Energiekosten um bis zu 35 Prozent

16.06.2026 - 21:25:02 | boerse-global.de

Logistik und Industrie setzen auf intelligente Energiesysteme. Neue Module, KI-Tools und Zertifizierungen prägen die Messe in München.

Intersolar 2026: KI und Smart Grids treiben die Energiewende in der Industrie
Energiewende - Ein modernes Logistikzentrum mit Solarmodulen auf dem Dach und digitalen Anzeigen für Energiemanagement und Nachhaltigkeitsdaten. 16.06.2026 - Bild: über boerse-global.de

Vor der Branchenmesse Intersolar Europe in München zeichnet sich ein klarer Trend ab: Immer mehr Logistik- und Industrieunternehmen investieren nicht nur in Solaranlagen, sondern in Systeme, die Erzeugung, Verbrauch und Vermarktung intelligent vernetzen. Der Fokus liegt auf Flexibilitätsmanagement und der Einhaltung internationaler Nachhaltigkeitsstandards.

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KI-gestützte Tools und effizientere Module

Mehrere Anbieter haben für die Messe im Juni neue Technologien angekündigt. Die Coneva GmbH stellt Systeme zur Optimierung der PV-Einspeisung vor. Die Lösungen richten sich an Gewerbe, Industrie und Logistik – und sollen die Energiekosten um bis zu 35 Prozent senken. Zudem ist Coneva als Finalist für eine Branchenauszeichnung nominiert.

Auch bei der Hardware tut sich was. Q3 Energie zeigt einen KI-gestützten Konfigurator für Feuerwehrschalter an Solaranlagen. Das Tool soll besonders bei Großprojekten die Sicherheit erhöhen. IBC Solar plant ein neues System für Gründächer, das Anfang 2027 auf den Markt kommen soll. Bauer Solar erweitert derweil sein Portfolio um leistungsstärkere Module mit Backkontakt-Technologie – bis Jahresende peilt das Unternehmen 500 Watt pro Modul an.

Klimaziele und Zertifizierungen als Treiber

Neben den technischen Innovationen rücken regulatorische Anforderungen in den Fokus. Die Stabilus SE hat sich verpflichtet, wissenschaftsbasierte Klimaziele im Rahmen der Science Based Targets Initiative (SBTi) festzulegen. Dafür hat sich der Konzern 24 Monate Zeit gegeben. Zwei chinesische Standorte sind bereits nach der Energiemanagementnorm ISO 50001 zertifiziert. CEO Dr. Michael Büchsner betont: Die Reduzierung von Emissionen sei zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie.

Auch die Logistikbranche zieht nach. Die Finsterwalder-Gruppe erhielt die ISO-50001-Zertifizierung für ihr Energiemanagement. Das System ergänzt bestehende Umweltmanagementsysteme und soll den CO?-Ausstoß weiter senken.

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Dass Energieeffizienz auch den Wort von Immobilien beeinflusst, zeigt eine Umfrage von Von Poll Immobilien aus Mai 2026. Fast die Hälfte der befragten Experten sieht einen starken Einfluss der Energiebilanz auf Kaufentscheidungen. Sanierungsbedürftige Objekte sind dagegen weniger gefragt.

Drohnen, Ladeinfrastruktur und neue Geschäftsmodelle

Die Verzahnung von Logistik und Infrastruktur schreitet voran. Das Schweizer Unternehmen Verity erhielt für sein System autonomer Lagerdrohnen den IERA-Award 2026. Die Drohnen sind bereits in rund 200 Lagerhäusern weltweit im Einsatz. Sie navigieren ohne GPS und scannen eigenständig Barcodes.

Im Bereich Elektromobilität für schwere Nutzfahrzeuge haben k2.mobility und der Ladeinfrastrukturanbieter EMES eine Kooperation vereinbart. Eine gemeinsame Softwareplattform soll Ladevorgänge, Energiemanagement und Flottensteuerung enger verzahnen. Ziel: Lastspitzen reduzieren und elektrische Lkw-Flotten besser skalieren.

Für Unternehmen, die eigene Erzeugung ohne Eigeninvestition ausbauen wollen, gewinnen Onsite-PPA-Modelle an Bedeutung. Der Anbieter XTRA-E richtet sich mit einem Contracting-Modell an Gewerbekunden mit einem Jahresstromverbrauch ab 100.000 Kilowattstunden. Optional lassen sich ESG-Reporting und Speicher integrieren. Angesichts geplanter Gesetzesänderungen – das Gebäudemodernisierungsgesetz soll das bisherige Heizungsgesetz ablösen – bieten Fachunternehmen wie Kübler zudem Informationsformate zur Modernisierung von Gewerbe- und Industriehallen an.

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