Frauen in Vollzeit: BIP könnte bis 2050 um 10% steigen
15.06.2026 - 02:39:23 | boerse-global.de
Das sagt DIW-Präsident Marcel Fratzscher.
Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) wies am Montag auf die wirtschaftlichen Folgen der hohen Teilzeitquote hin. Fast jede zweite erwerbstätige Frau arbeitet derzeit in Teilzeit. Das sei ein ungenutztes Potenzial für den Arbeitsmarkt, so Fratzscher.
Während die Politik über strukturelle Hürden debattiert, scheitern viele Beschäftigte in der Praxis bereits an den rechtlichen Feinheiten der Arbeitszeitgestaltung. Dieser kostenlose Leitfaden hilft Arbeitnehmern und Personalverantwortlichen, die Brückenteilzeit und andere Ansprüche rechtssicher umzusetzen. Kostenlosen Ratgeber zur unbefristeten Teilzeit jetzt herunterladen
Vollzeitbeschäftigung: Milliardenchance für die Wirtschaft
Eine stärkere Einbindung von Frauen in Vollzeit könnte Deutschland mehrere Hunderttausend zusätzliche Arbeitskräfte bringen. Die gesamtwirtschaftliche Leistung würde massiv profitieren. Eine EU-Behörde berechnete: Bei konsequenter Gleichstellung könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2050 um bis zu 10 Prozent steigen.
Doch es geht nicht nur um Wachstum. Eine höhere Erwerbsbeteiligung würde auch das Rentensystem stabilisieren. Fratzscher spricht von einem spürbaren Effekt über die nächsten 15 bis 20 Jahre.
Der Wunsch nach beruflicher Veränderung oder Mehrarbeit scheitert oft an der Vereinbarkeit von Job und Privatleben. Erfahren Sie in diesem Gratis-E-Book, mit welchen Sofortmaßnahmen Sie Stress reduzieren und eine gesunde Balance finden. 5 Praxistipps für eine bessere Work-Life-Balance kostenlos sichern
Die größten Hindernisse: Steuern, Betreuung, Gehalt
Warum arbeiten so viele Frauen in Teilzeit? Der DIW-Präsident nennt klare Gründe:
- Kinderbetreuung: Die Infrastruktur reicht nicht aus
- Steuern & Minijobs: Ehegattensplitting und Minijob-Regeln schaffen falsche Anreize
- Gehaltsgefälle: Frauen verdienen oft weniger
- Vereinbarkeit: Beruf und Familie lassen sich schwer unter einen Hut bringen
Fratzscher fordert Anpassungen in der Familien- und Steuerpolitik. Nur so ließen sich die strukturellen Barrieren abbauen. Das wirtschaftliche Potenzial sei sonst nicht zu heben.
