NIS-2-Richtlinie: 30.000 Unternehmen müssen Sicherheit neu regeln
15.06.2026 - 02:48:30 | boerse-global.de
Microsoft stellte Mitte Juni gleich mehrere KI-Tools vor, die Routinearbeit automatisieren sollen.
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Persönlicher KI-Zwilling spart bis zu 90 Minuten pro Meeting
Am 11. Juni präsentierte Microsoft „DigitalMe“ – einen persönlichen KI-Zwilling für Angestellte. Das System moderiert und protokolliert Meetings automatisch. In Tests beantwortete es 90 Prozent von über 150 Fachfragen innerhalb einer Stunde korrekt.
Pro Sitzung spart die Technologie zwischen 60 und 90 Minuten Moderationszeit. Neue Integrationen für Miro und GitHub erleichtern zudem die Übernahme von Ergebnissen in bestehende Arbeitsumgebungen.
Kostenschock für KI-Anwendungen bleibt aus
Nur drei Tage später folgte die nächste Ankündigung: Die MAI-Modellfamilie. Das Spitzenmodell „MAI-Thinking-1“ hat 35 Milliarden Parameter und senkt die Betriebskosten für KI-Anwendungen um bis zu 90 Prozent.
Experten betonen: Die Technologie ersetzt keine Stellen, sondern entlastet von Routineaufgaben. Das betrifft etwa die automatisierte Kontierung oder Prozesssteuerung. Branchenlösungen für die Buchhaltung versprechen bereits eine Reduzierung der Durchlaufzeiten um bis zu 80 Prozent – dank vortrainierter Sprachmodelle.
Datenschutz: Strengere Regeln für KI im Büro
Die neuen Tools müssen strenge Auflagen erfüllen. Fachvorträge im Juni warnen vor Risiken von ChatGPT oder Copilot für kleine und mittlere Unternehmen. Im Fokus stehen die EU-KI-Verordnung, die DSGVO und die NIS-2-Richtlinie.
Spezialisierte KI-Assistenten helfen bereits bei der Erstellung von Verzeichnissen von Verarbeitungstätigkeiten oder Datenschutz-Folgenabschätzungen. Unternehmen sparen damit zwischen 60 und 75 Prozent Zeit. Die abschließende juristische Bewertung bleibt aber Aufgabe des Menschen.
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Sicherheit: On-Premise-Lösungen als Ausweg
Die NIS-2-Richtlinie betrifft schätzungsweise 30.000 Unternehmen. Die Geschäftsleitung haftet persönlich für die Umsetzung von Sicherheitsstrategien.
Einige Anbieter setzen daher auf On-Premise-Lösungen: Leistungsfähige Sprachmodelle laufen auf eigenen Servern, ohne Daten in die Cloud zu übertragen. Im Juni wurden zudem über 200 Sicherheitsupdates für gängige Bürosoftware veröffentlicht. Der Support für ältere SharePoint-Versionen (2016 und 2019) endet im Sommer – ein weiterer Grund, die Sicherheitsarchitektur zu überprüfen.
