Gaming-Abhängigkeit: 85% leiden unter Nackenschmerzen
Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 20:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de
Laut einem Bericht vom 2. September 2026 zeigt eine Untersuchung unter jordanischen Medizinstudierenden eine deutliche Korrelation zwischen Gaming-Abhängigkeit und verschiedenen körperlichen Beschwerden. Die Studie, über die Euronews berichtete, befragte insgesamt 364 Studierende, um den Einfluss intensiven Spielverhaltens auf die Gesundheit des Bewegungsapparates zu analysieren.
Die Ergebnisse der Datenerhebung verdeutlichen, dass ein signifikanter Anteil der angehenden Mediziner Anzeichen einer Abhängigkeit von Videospielen aufweist und in der Folge über überdurchschnittlich häufige Schmerzsymptome klagt.
Prävalenz der Gaming-Abhängigkeit in der Studiengruppe
Innerhalb der untersuchten Gruppe von 364 Teilnehmenden identifizierten die Autoren der Studie 34 Personen als gaming-abhängig. Dies entspricht einer Quote von 9 Prozent der befragten Studierenden. Dieser Anteil bildete die Basis für den Vergleich mit den übrigen 91 Prozent der Probanden, um die physischen Auswirkungen des Nutzungsverhaltens zu isolieren.
Der Fokus der Untersuchung lag dabei auf Muskel-Skelett-Beschwerden, die häufig mit langanhaltenden, statischen Körperhaltungen und repetitiven Bewegungsabläufen während des Spielens in Verbindung gebracht werden.
Massive Zunahme von Nacken- und Rückenschmerzen
Ein zentrales Ergebnis der Studie ist die hohe Belastung der Wirbelsäule bei den betroffenen Personen. Gaming-Abhängige litten laut der Untersuchung zu 85,3 Prozent unter Nackenschmerzen. Im Gegensatz dazu gaben in der Vergleichsgruppe der übrigen Studierenden 65 Prozent an, von solchen Beschwerden betroffen zu sein.
Ähnliche Tendenzen zeigten sich beim Blick auf den oberen Rücken. In der Gruppe der als abhängig eingestuften Teilnehmenden berichteten 64,7 Prozent über Schmerzen in diesem Bereich. Bei den Studierenden ohne Abhängigkeitssymptomatik lag dieser Wert mit 55 Prozent ebenfalls niedriger. Die Daten legen nahe, dass die ergonomische Belastung durch exzessive Spielzeiten insbesondere die obere Körperpartie stark beansprucht.
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Auswirkungen auf Ellbogen und Handgelenke
Neben der Wirbelsäule wiesen auch die oberen Extremitäten signifikante Unterschiede in der Schmerzprävalenz auf. Besonders deutlich trat dies bei Beschwerden im Bereich der Ellbogen hervor: Während 41,2 Prozent der gaming-abhängigen Studierenden unter Ellbogenschmerzen litten, waren es in der restlichen Studiengruppe lediglich 12,5 Prozent. Dies entspricht einer mehr als dreifach höheren Betroffenheit innerhalb der Gruppe mit Abhängigkeitssymptomen.
Auch bei den Handgelenken wurden Differenzen festgestellt. Hier gaben 41,2 Prozent der Gaming-Abhängigen Schmerzen an, während dieser Wert bei den übrigen Teilnehmenden bei 34 Prozent lag.
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Die Untersuchung unterstreicht damit die gesundheitlichen Risiken, die mit einem pathologischen Spielverhalten einhergehen können. Insbesondere für angehende Mediziner, deren künftiger Berufsalltag oft selbst hohe körperliche Anforderungen stellt, deuten diese Ergebnisse auf eine frühzeitige gesundheitliche Vorbelastung hin.
Die deutlichen Unterschiede in den Schmerzwerten bei Ellbogen und Nacken rücken dabei die ergonomischen Aspekte der Handynutzung und des Gamings verstärkt in den Fokus der präventiven Gesundheitsbetrachtung.
