GebÀudesanierung, KfW

GebÀudesanierung 2026: KfW verdoppelt Kredite auf 150.000 Euro

03.07.2026 - 18:18:08 | boerse-global.de

Die KfW-ZuschĂŒsse fĂŒr die HausSanierung wurden angepasst. Ein Eilantrag gegen das neue GebĂ€udemodernisierungsgesetz sorgt fĂŒr zusĂ€tzliche Verunsicherung.

KfW-Förderung 2026: Neue Konditionen und Rechtsstreit belasten
GebĂ€udesanierung - Eine moderne GebĂ€udefassade mit Solarpaneelen und GrĂŒnelementen, die Effizienzhaus-Sanierungen und staatliche Förderung darstellt. 03.07.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Doch die KfW-Programme haben neue Konditionen. Und ein Rechtsstreit sorgt fĂŒr zusĂ€tzliche Unsicherheit.

Kredite bis 150.000 Euro möglich

Die Bundesförderung fĂŒr effiziente GebĂ€ude (BEG) lĂ€uft ĂŒber die KfW-Programme 261 und 262. ImmobilieneigentĂŒmer können Kredite von bis zu 120.000 Euro pro Wohneinheit beantragen. Wer die strengeren Anforderungen der Erneuerbare-Energien-Klasse (EE) oder Nachhaltigkeitsklasse (NH) erfĂŒllt, bekommt sogar bis zu 150.000 Euro.

Wichtig: Das GebĂ€ude muss mindestens fĂŒnf Jahre alt sein. Und der Antrag muss vor Baubeginn gestellt werden.

TilgungszuschĂŒsse nach Effizienzstufe

Die Höhe der ZuschĂŒsse richtet sich nach der erreichten Effizienzhaus-Stufe. Die Grundförderung startet bei 5 Prozent fĂŒr Denkmalobjekte oder den Standard Effizienzhaus 85. Wer den Standard Effizienzhaus 40 erreicht, bekommt bis zu 20 Prozent.

ZusÀtzliche Boni pushen die Förderung weiter:

  • EE- und NH-Klassen: jeweils 5 Prozent Aufschlag
  • „Worst Performing Buildings": 10 Prozent Bonus
  • Serielle Sanierungen: 15 Prozent Bonus

Der maximale Tilgungszuschuss liegt bei 45 Prozent der förderfĂ€higen Kosten. Das sind höchstens 67.500 Euro pro Wohneinheit. Allerdings: Das Gesamtbudget fĂŒr 2026 fĂ€llt kleiner aus als im Vorjahr.

Streit ums GebÀudemodernisierungsgesetz

Parallel zur bestehenden Förderung gibt es politischen ZĂŒndstoff. Die Linke-Fraktion hat am 3. Juli 2026 eine Organklage plus Eilantrag beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Ziel: Die Verabschiedung des neuen GebĂ€udemodernisierungsgesetzes (GMG) noch vor der Sommerpause stoppen.

Der Vorwurf: Die Bundesregierung treibe das Gesetz zu schnell durch den Bundestag – ohne ausreichende FolgenabschĂ€tzung.

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Gasheizungen: Die Biogas-Pflicht kommt

Das GMG erlaubt zwar wieder neue Gasheizungen. Aber mit einer entscheidenden EinschrĂ€nkung: Ab dem 1. Januar 2029 greift eine Biogas-Pflicht. ZunĂ€chst mĂŒssen 10 Prozent beigemischt werden, bis 2040 steigt der Anteil auf 60 Prozent.

Kritiker warnen vor einer Kostenfalle. Die tatsĂ€chliche VerfĂŒgbarkeit und Preisentwicklung von Biogas seien völlig unklar. Zudem könnte die Aufhebung frĂŒherer Regelungen zu Mehremissionen fĂŒhren – und damit die Klimaziele gefĂ€hrden.

Als Alternative gilt weiterhin die WÀrmepumpe. Bei Kosten zwischen 30.000 und 35.000 Euro sind hier Förderungen von bis zu 70 Prozent möglich.

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Regionale Förderprogramme im Überblick

Neben den bundesweiten KfW-Programmen gibt es lÀnderspezifische Angebote:

Niedersachsen hat zum 1. Juli 2026 neue Förderrichtlinien fĂŒr sozialen Wohnraum eingefĂŒhrt. ZuschĂŒsse von bis zu 40 Prozent der Kosten sind möglich. FĂŒr 2026 stehen 380 Millionen Euro bereit, ab 2027 soll das Volumen auf ĂŒber 500 Millionen Euro jĂ€hrlich steigen.

Nordrhein-Westfalen bietet ĂŒber die NRW.BANK zinsgĂŒnstige Darlehen fĂŒr nachhaltiges Wohnen – bis zu 150.000 Euro pro Vorhaben. Allerdings gibt es auch einen DĂ€mpfer: Das Land hat Förderungen fĂŒr kommunale Sanierungsprojekte gestoppt. StĂ€dte wie HĂŒckelhofen stehen jetzt bei der Modernisierung von SportstĂ€tten vor finanziellen Problemen.

Sachsen setzt auf steuerliche Anreize. Nach § 35c EStG lassen sich ĂŒber drei Jahre verteilt bis zu 20 Prozent der Sanierungskosten von der Steuerschuld absetzen – maximal 40.000 Euro. Wer einen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) vorlegt, bekommt zusĂ€tzlich 5 Prozent Bonus.

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