Hautkrebsscreening fÀllt weg: Bundestag streicht Vorsorge ab 2027
Veröffentlicht: 13.07.2026 um 07:02 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Allein in Mecklenburg-Vorpommern stiegen die Diagnosen fĂŒr weiĂen Hautkrebs von 14.600 (2005) auf 55.000 (2024). Beim schwarzen Hautkrebs gab es einen Anstieg von 4.000 auf 11.200 FĂ€lle. Besonders betroffen: die Baby-Boomer-JahrgĂ€nge.
Frauen werden hÀufiger diagnostiziert als MÀnner. Ein Lichtblick: Bei den nach 1990 Geborenen sinkt das Risiko. Experten machen den Klimawandel und die steigende UV-Belastung verantwortlich.
Berufskrankheit: Wer drauĂen arbeitet, profitiert
FĂŒr BeschĂ€ftigte im Freien gewinnt die Frage an Bedeutung: Ist Hautkrebs eine Berufskrankheit? Branchen wie Gartenbau, Dachdeckerhandwerk oder Gleisbau sind besonders betroffen.
Die Schweizer Suva macht klar: Wer als berufsbedingt anerkannt wird, spart bares Geld. Franchise und Selbstbehalt entfallen. Dazu gibt es Taggeld, Invalidenrenten und IntegritĂ€tsentschĂ€digungen. âViele wissen gar nicht, dass Hautkrebs als Berufskrankheit anerkannt werden kann", sagt Suva-Experte Roland Krischek. Die Dunkelziffer bleibt hoch. Arbeitgeber mĂŒssen SchutzmaĂnahmen gegen Sonneneinstrahlung bereitstellen.
Bundestag streicht kostenloses Screening
Ab 2027 fĂ€llt das kostenlose Hautkrebsscreening weg â doch viele wissen nicht, dass Hautkrebs als Berufskrankheit anerkannt werden kann. Mit unserer Checkliste sichern Sie sich die wichtigsten Vorsorge-Schritte und private Alternativen. Jetzt kostenlosen Vorsorge-Report anfordern
Am 10. Juli 2026 beschloss der Bundestag eine radikale Reform der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Das kostenlose Hautkrebsscreening fĂŒr alle ab 35 Jahren fĂ€llt weg. Bisher war die Untersuchung alle zwei Jahre möglich. Die Neuregelung tritt voraussichtlich am 1. Januar 2027 in Kraft.
Doch das ist nicht alles: Die Zuzahlungen fĂŒr Medikamente steigen auf 7,50 bis 15 Euro. Der Festzuschuss fĂŒr Zahnersatz sinkt von 60 auf 50 Prozent. Ab 2027 wird die Beitragsbemessungsgrenze um 300 Euro monatlich angehoben. Und ab 2028 gibt es EinschrĂ€nkungen bei der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern.
Private Versicherer reagieren â mit neuen Leistungen
WĂ€hrend der Staat spart, ziehen private Anbieter nach. Die Zurich Gruppe erweiterte Anfang Juli 2026 ihre BerufsunfĂ€higkeitsversicherung. Bei Krebs, Herzinfarkt oder Schlaganfall wird nun 18 Monate lang eine befristete Rente gezahlt â unabhĂ€ngig von der eigentlichen BerufsunfĂ€higkeit.
Die Zahl der HautkrebsfĂ€lle steigt dramatisch â besonders bei Baby-Boomern und Outdoor-BeschĂ€ftigten. Wer jetzt privat vorsorgt, vermeidet böse Ăberraschungen ab 2027. Unser Report zeigt, wie Sie von der Teilkrankschreibung profitieren und die richtige Versicherung wĂ€hlen. Vorsorge-Report jetzt sichern
Auch die gesetzliche Unfallversicherung passte an: Seit dem 1. Juli 2026 steigen Unfallrenten und Pflegegeld um 4,24 Prozent. Grund ist die allgemeine Rentenanpassung, die den aktuellen Rentenwert auf 42,52 Euro hob.
Ab 2027 kommt zudem die Teilkrankschreibung. Wer nur noch eingeschrĂ€nkt arbeiten kann, bekommt in drei Stufen (25, 50 oder 75 Prozent der Arbeitszeit) Teilkrankengeld â vorausgesetzt, Arzt und Arbeitgeber stimmen zu.
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