Heidenau, Menschen

Heidenau: 5,5-Millionen-Euro-Zentrum versorgt 200 Menschen autark

30.05.2026 - 23:23:06 | boerse-global.de

Großübung in Borna simuliert Anschlag mit Sauerstoffausfall. Ein realer Unfall fordert die Einsatzkräfte zusätzlich.

Heidenau: 5,5-Millionen-Euro-Zentrum versorgt 200 Menschen autark - Foto: über boerse-global.de
Heidenau: 5,5-Millionen-Euro-Zentrum versorgt 200 Menschen autark - Foto: über boerse-global.de

Ziel war es, die Koordination der Rettungskräfte bei einem Massenanfall von Verletzten zu optimieren.

Szenario: Anschlag und Sauerstoffausfall

Mehr als 300 Helfer von Deutschem Roten Kreuz, mehreren Feuerwehren und der Sana Kliniken-Gruppe waren an der Übung beteiligt. Das simulierte Szenario: Ein Anschlag mit rund 50 Verletzten – kombiniert mit einem Totalausfall der örtlichen Sauerstoffversorgung. Die Feuerwehren aus Borna, Eula, Zedtlitz und Vogtland arbeiteten dabei mit DRK-Einheiten aus Geithain, Muldental, Zwenkau und dem Leipziger Land zusammen.

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Im Fokus stand die medizinische Versorgung unter Extrembedingungen. Gleichzeitig musste der reguläre Rettungsdienst für die Bevölkerung durchgehend gewährleistet bleiben – eine besondere logistische Herausforderung.

Realer Einsatz während der Übung

Doch dann kam es anders als geplant: Während der Übung ereignete sich auf der Leipziger Straße ein echter Unfall. Ein VW und ein Transportfahrzeug kollidierten, zwei Menschen wurden verletzt. Die bereits vor Ort befindlichen Einsatzkräfte konnten sofort eingreifen. Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit Gefahr, betonten die Behörden.

Neues Katastrophenschutzzentrum in Heidenau eröffnet

Die Übung in Borna fällt in eine Zeit bedeutender Investitionen in den Zivilschutz. Erst am Freitag eröffnete die Johanniter-Unfall-Hilfe das erweiterte Katastrophenschutzzentrum AKKON II in Heidenau (Sachsen). Die Gesamtinvestition: 5,5 Millionen Euro, davon 640.000 Euro vom Freistaat Sachsen. Der Bau hatte 2024 begonnen.

Das Besondere an der Anlage: Sie ist autark. Photovoltaikanlagen, Notstromaggregate und ein eigener Brunnen ermöglichen die Versorgung von bis zu 200 Menschen über mehrere Tage. Zudem bietet das Zentrum Platz für bis zu 1.000 Evakuierte. Einzige Einschränkung: Gegen chemische, biologische oder nukleare Gefahren schützt die Anlage nicht. Ein weiteres Zentrum dieser Art soll am 19. Juni in Aue eröffnet werden.

Bundesweite Übungen: Von Berlin bis Osthessen

Neben Sachsen fanden Ende Mai zahlreiche weitere Katastrophenschutzübungen in ganz Deutschland statt. Die Bundeswehr startete am Samstag die Übung „Bollwerk Bärlin 2026“ in Berlin. Dabei wird die Evakuierung von Regierungsmitgliedern per Hubschrauber (Typ Cougar) simuliert – bis zum 2. Juni.

In Osthessen endete am 28. Mai der 16. Vergleichswettkampf für Beweissicherungs- und Festnahmeeinheiten der Polizei. 20 Teams von Bund und Ländern traten an acht Stationen gegeneinander an. Sieger: das Team aus Berlin.

Nicht alle Übungen liefen wie geplant: Die Feuerwehr Euskirchen musste eine Waldbrandübung bei Dahlem mit 300 Teilnehmern und einem Löschhubschrauber am Samstag wegen heranziehender Gewitter abbrechen. Die Führung betonte dennoch die Notwendigkeit solcher Trainings – die Vorbereitung auf klimabedingte Ereignisse werde immer wichtiger.

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Görlitz: Obduktionsergebnisse nach Hauseinsturz

Parallel zu den Übungen beschäftigen die Ermittler weiterhin die Folgen eines tragischen Unglücks. Am Freitag veröffentlichten die Behörden in Görlitz die vorläufigen Obduktionsergebnisse zu den drei Todesopfern eines Hauseinsturzes vom 18. Mai. Zwei Frauen aus Rumänien und ein Mann aus Bulgarien starben demnach an den Folgen schwerer Verletzungen. Die Ermittler gehen von einer Gasexplosion als Unglücksursache aus.

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