Studie: Mehr AuslÀnder absolvieren Ausbildungen in Engpassberufen
19.11.2023 - 01:00:00 | dts-nachrichtenagentur.deIhre Zahl hat sich damit auf rund 16.000 in dem Zeitraum mehr als verzehnfacht. Dies hat eine reprĂ€sentative Studie des Kompetenzzentrum FachkrĂ€ftesicherung (KOFA) am Institut der deutschen Wirtschaft (IW) ergeben, ĂŒber die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben) berichten. Insbesondere in Engpassberufen hat sich die Zahl der internationalen Azubis verdoppelt. So ist ihre Zahl in vielen Berufen der Gastronomie, aber auch im Handwerk deutlich gestiegen, so die Studie. Gefragt sind insbesondere Ausbildungen in Berufen, die fĂŒr den Energie- und Klimawandel besondere Bedeutung haben, wie beispielsweise Bauelektrik. Unternehmen, die seit Jahren unter FachkrĂ€ftemangel leiden, reagieren bereits auf die EngpĂ€sse. So haben betroffenen Firmen ihr Ausbildungsplatzangebot um 19 Prozent erhöht. Gleichzeitig stieg die Nachfrage um fast 11 Prozent. Dennoch können nicht alle PlĂ€tze besetzt werden, so die Studie: der Anteil unbesetzter Ausbildungsstellen in Engpassberufen hat sich seit 2013 bis heute mehr als verdoppelt - auf 10,7 Prozent. Laut Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA) waren von bundesweit 509.000 gemeldeten AusbildungsplĂ€tzen zuletzt 228.000 Stellen noch unbesetzt. Um den FachkrĂ€ftemangel zu reduzieren, sollten Unternehmen Jugendliche aller Zielgruppen noch gezielter ansprechen, empfiehlt Studienautor Jurek Tiedemann: "Die Erleichterungen durch das novellierte FachkrĂ€fteeinwanderungsgesetz zur Ausbildungsplatzsuche fĂŒr internationale Jugendliche können ebenfalls einen wichtigen Beitrag leisten, um noch mehr junge Menschen aus dem Ausland fĂŒr eine Ausbildung zu begeistern und den Nachwuchs an FachkrĂ€ften zu sichern." Nach dem neuen FachkrĂ€fteeinwanderungsgesetz soll es kĂŒnftig mehr Menschen aus Drittstaaten - also auĂerhalb der EU-Staaten - ermöglicht werden, einen Ausbildungsplatz in Deutschland zu suchen. HierfĂŒr wird die Aufenthaltsdauer fĂŒr potenzielle Bewerber und Bewerberinnen auf neun Monate erhöht und die Altersgrenze von 25 auf 35 Jahre angehoben.
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