ROUNDUP, Israel

Israel fordert Geiselfreilassung - Sonst Krieg

11.02.2025 - 19:45:34 | dpa.de

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat der Hamas mit einer Fortsetzung des Gaza-Kriegs gedroht, wenn sie die israelischen Geiseln nicht bis Samstag freilassen sollte.

Wie viele Geiseln freigelassen werden müssen, ließ er in einer Mitteilung seines Büros nach dem Ende einer mehrstündigen Sitzung des Sicherheitskabinetts offen.

"Wenn die Hamas unsere Geiseln nicht bis Samstagmittag zurückgibt, wird der Waffenstillstand enden und die IDF (die Armee) wird die intensiven Kämpfe bis zur endgültigen Niederlage der Hamas wieder aufnehmen", sagte Netanjahu.

Israelische Medien berichteten, die Regierung fordere die Freilassung aller noch lebenden Geiseln, die während der ersten Phase der Vereinbarungen zur Waffenruhe und dem Geiseldeal freikommen sollten. Das wären neun Verschleppte. Sie müssten nicht unbedingt alle am Samstag freikommen. Es könnten auch drei am Samstag und weitere in den folgenden Tagen sein. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür zunächst nicht.

Die islamistische Hamas hatte am Montag angekündigt, die Freilassungen so lange auszusetzen, wie sich Israel nach ihrer Auffassung nicht an die Vereinbarungen halte. Israel wertete dies als Bruch der Vereinbarungen.

Die von US-Präsident Donald Trump daraufhin ultimativ geforderte Freilassung aller Geiseln bis Samstagmittag wurde von den Mitgliedern des Sicherheitskabinetts von Regierungschef Benjamin Netanjahu zwar begrüßt, aber nicht in vollem Umfang übernommen.

Die Vereinbarung über die Waffenruhe und der Geiseldeal sehen eigentlich vor, dass während einer ersten Phase nach und nach 33 Geiseln gegen 1.904 inhaftierte Palästinenser ausgetauscht werden. Trump hatte vorgeschlagen, die Waffenruhe aufzukündigen, falls nicht alle Geiseln bis Samstagmittag frei sein sollten. Ansonsten "bricht die Hölle los", drohte er in Washington. Die Entscheidung darüber liege aber bei Israel.

Bisher ließ die Hamas bei fünf Austauschaktionen insgesamt 16 Geiseln frei. Israel setzte im Gegenzug Hunderte palästinensische Häftlinge auf freien Fuß. Von den restlichen Geiseln der ersten Phase gelten acht als tot, neun sollen noch am Leben sein.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 66635058 |

Weitere Meldungen

Trump kündigt Spitzengespräch zwischen Israel und Libanon an Israel und der Libanon werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump heute auf höchster Ebene sprechen. (Boerse, 16.04.2026 - 08:43) weiterlesen...

Auch während Kriegs Rüstungsexporte nach Israel genehmigt Die Bundesregierung hat auch in den ersten Wochen des Iran-Kriegs Rüstungsexporte nach Israel genehmigt - allerdings in verhältnismäßig geringem Umfang. (Boerse, 16.04.2026 - 06:15) weiterlesen...

Gespräche zwischen Israel und Libanon beginnen Zum ersten Mal seit Jahrzehnten sind israelische und libanesische Vertreter zu direkten Gesprächen auf politischer Ebene zusammengekommen. (Boerse, 14.04.2026 - 18:50) weiterlesen...

Unruhe im Libanon - Protest gegen Gespräche mit Israel (Aktualisierung: mit neuen Opferzahlen)BEIRUT - Hunderte Anhänger der proiranischen Hisbollah haben in Beirut gegen die Entscheidung der Regierung protestiert, Verhandlungen mit Israel aufzunehmen. (Boerse, 11.04.2026 - 20:38) weiterlesen...

Wieder gegenseitige Angriffe zwischen Hisbollah und Israel Die gegenseitigen Angriffe der israelischen Armee und der libanesischen Hisbollah-Miliz dauern trotz geplanter direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon an. (Boerse, 10.04.2026 - 15:00) weiterlesen...

Weniger Angriffe auf Libanon - bald Verhandlungen (Aktualisierung: US-Beamter bestätigt Verhandlungen in der kommenden Woche)TEL AVIV/BEIRUT/WASHINGTON - Israel wird nach Angaben von US-Präsident Donald Trump die Angriffe im Libanon zurückfahren. (Boerse, 09.04.2026 - 23:17) weiterlesen...