Jugendmonitor: 39% der unter 30-Jährigen leiden unter Teuerung
Veröffentlicht: 16.07.2026 um 02:09 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Ziel: Direkter Dialog mit Belegschaften und Geschäftsführungen. Besuche bei Unternehmen wie Austrotherm, Wienerberger, Tripamer Bau und aStifterbau im Burgenland dienten dazu, die Lage der Beschäftigten vor Ort zu erfassen.
AK-Präsident Gerhard Michalitsch betonte die Funktion der Arbeitnehmervertretung als direkte Anlaufstelle. Parallel dazu zeigt ein erfolgreicher Rechtsstreit die Bedeutung des Rechtsschutzes: Die AK erstritt für einen oberösterreichischen Lagerarbeiter eine Kündigungsentschädigung von über 6.000 Euro brutto. Der Arbeitgeber hatte versucht, das Arbeitsverhältnis ohne Unterschrift des Arbeitnehmers rückwirkend aufzulösen.
Jugendliche: Finanzielle Sorgen drücken auf die Stimmung
Der aktuelle AK Jugendmonitor zeigt: Für 39 Prozent der 16- bis 29-Jährigen sind steigende Lebenshaltungskosten das drängendste Problem. Weitere 24 Prozent fordern bessere Bildung und Arbeitsplätze.
Besonders auffällig: Der Zusammenhang zwischen finanzieller Absicherung und Zukunftszuversicht. Während 82 Prozent der finanziell gut gestellten Jugendlichen optimistisch sind, blicken nur 38 Prozent der Geringverdiener positiv nach vorne. Die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) fordert deshalb stärkere Investitionen und Maßnahmen gegen die Teuerung.
Der geschilderte Fall der Kündigungsentschädigung zeigt, wie wichtig rechtssichere Vereinbarungen sind. Dieser kostenlose Ratgeber enthüllt, welche Standardklauseln in Arbeitsverträgen seit der letzten Gesetzesänderung nicht mehr zulässig sind und wie Sie sich wirksam absichern. Lauern auch in Ihren Arbeitsverträgen diese 6 gefährlichen Fallen?
Konjunktur: Lichtblick bei der Auftragslage
Das Wirtschaftsbarometer der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) für Mai und Juni 2026 deutet auf eine Trendwende hin. Von rund 4.300 befragten Unternehmen erwartet jedes fünfte eine bessere Auftragslage – der höchste Wert seit Ende 2021. Besonders Großunternehmen mit über 250 Mitarbeitern zeigen sich zuversichtlicher als kleine und mittlere Betriebe.
Doch die Investitionsbereitschaft bleibt schwach. Über ein Drittel der Firmen plant weniger Investitionen, ein Viertel sieht gar keine Neuinvestitionen vor. Hauptgründe: wirtschaftliche Unsicherheit, verhaltener Absatzausblick und politische Rahmenbedingungen. Besonders die Bauwirtschaft kämpft weiterhin mit großen Herausforderungen.
Industrie setzt auf neue Technologien
In Hallein nahm Mitte Juli ein Kompetenzzentrum für Methanol-Einspritzsysteme den Betrieb auf. Die Investition: rund 52 Millionen Euro. Entwickelt werden Systeme für Großmotoren in der Schifffahrt und im Schienenverkehr.
Politisch wird die Transformation durch regulatorische Erleichterungen flankiert. Eine Regierungsvorlage zur Novelle der Gewerbeordnung plant, die Errichtung von Photovoltaikanlagen auf Betriebsgebäuden und E-Ladestationen auf Firmenparkplätzen zu vereinfachen. Voraussetzung: Die Planung erfolgt durch befugte Fachkräfte.
Während die Industrie in neue Technologien investiert, sollten Betriebe auch ihre internen Prozesse an aktuelle Standards anpassen. Erfahren Sie in diesem kostenlosen Leitfaden, wie Sie alle gesetzlichen Vorgaben, Vorlagen und Tipps zur Arbeitszeiterfassung kompakt in einem PDF erhalten. Personaler und Führungskräfte setzen auf diesen kostenlosen Ratgeber
Kostenfaktor: Zwischenparken beim AMS
Ein Dauerbrenner bleibt das sogenannte Zwischenparken von Arbeitskräften beim AMS – besonders in saisonabhängigen Branchen wie Tourismus und Bau. Die jährlichen Kosten für den Staat: rund 700 Millionen Euro. Staatssekretärin Elisabeth Zehetner betonte bei Gesprächen im Salzkammergut die Notwendigkeit von Bürokratieabbau und Maßnahmen gegen hohe Energiepreise. Nur so bleibe der Standort langfristig attraktiv.
Disclaimer zu unseren Artikeln: Keine Anlageberatung, keine Kauf oder Verkaufsempfehlung. Angaben zu Kursen, Unternehmen und Märkten ohne Gewähr; Änderungen jederzeit möglich. Börsengeschäfte können zu hohen Verlusten führen. Unsere Beiträge werden ganz oder teilweise automatisiert mit Unterstützung von AI erstellt und geprüft.
