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SoSafe Studie: Cyber-Bedrohungslage erreicht neuen Höhepunkt

23.07.2024 - 12:10:38 | presseportal.de

Köln - Die neue SoSafe Studie "Human Risk Review 2024", zeigt: Mehr als jede zweite Organisation (52 Prozent) im DACH-Raum war bereits von Cyberangriffen betroffen. 77 Prozent der Sicherheitsexpertinnen und -experten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind der Meinung, dass die Bedrohungslandschaft am kritischsten Punkt der letzten fĂŒnf Jahre ist.

SoSafe Studie: Cyber-Bedrohungslage erreicht neuen Höhepunkt - Foto: presseportal.de

Die SoSafe Human Risk Review analysiert jĂ€hrlich die aktuelle Cyber-Bedrohungslandschaft in Europa und die Sicherheitskultur in Unternehmen. Der Bericht basiert auf den Antworten von mehr als 1.250 Sicherheitsverantwortlichen in Westeuropa sowie auf 3,2 Millionen Datenpunkten der SoSafe-Plattform fĂŒr Security Awareness und Human Risk Management.

54 Prozent der Befragten schĂ€tzen das Risiko, dass Cyberangriffe erhebliche negative Auswirkungen auf ihr Unternehmen haben, als hoch ein. Nur 44 Prozent sind der Auffassung, dass die Cyberangriffe auf den Faktor Mensch zurĂŒckzufĂŒhren sind, wĂ€hrend Forrester prognostiziert, dass 2024 bei 90 Prozent aller DatenschutzverstĂ¶ĂŸe der menschliche Faktor beteiligt sein wird.[1] Außerdem geben 3 von 4 Befragten (75 Prozent) an, dass die Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden eine zentrale Rolle fĂŒr die Cybersicherheit des Unternehmens spielt.

"Organisationen sind mit einer herausfordernden Cyber-Bedrohungslage konfrontiert. Cyberkriminelle entwickeln laufend neue Angriffsmethoden, die in den meisten FĂ€llen auf unsere menschlichen Emotionen abzielen. Die aktuelle geopolitische InstabilitĂ€t schafft neue Angriffsmotive fĂŒr Kriminelle und staatliche Akteure und resultiert in einer komplexen Lage. Besondere Vorsicht ist durch den Einsatz ausgefeilter, KI-gestĂŒtzter Tools geboten, Angriffe treten vermehrt in unerwarteter Form auf. Wir dĂŒrfen die GrĂ¶ĂŸe und das Ausmaß dieser Bedrohungen nicht unterschĂ€tzen und mĂŒssen die Menschen befĂ€higen, ihnen zu begegnen. Das schaffen wir, indem Organisationen Mitarbeitende als stĂ€rkste und vielseitigste Komponente ihrer Sicherheitsstrategien verstehen - und wir ihnen helfen, sie durch ganzheitliche, verhaltensbasierte AnsĂ€tze zu aktivieren", so Dr. Niklas Hellemann, Psychologe und CEO von SoSafe.

Was steckt hinter den steigenden Cyberbedrohungen?

Der Human Risk Review 2024 stellt drei Hauptursachen fĂŒr die zunehmende GefĂ€hrdung fest: neue Technologien, globale InstabilitĂ€t und InterkonnektivitĂ€t.

Mensch bleibt entscheidender Faktor in der Cybersicherheit

Es geht nicht nur um KI - Cyberkriminelle nutzen eine Mischung aus neuen Technologien und bewÀhrten Techniken.

Standard-Phishing-E-Mails, die es schon seit Jahrzehnten gibt, sind immer noch wirksam. Zu Beginn eines Cybersecurity-Trainings stellte SoSafe fest, dass 37 Prozent der Menschen auf schĂ€dliche Links klicken, wobei 38 Prozent von ihnen nach diesem Klick weiter damit interagieren, indem sie beispielsweise Formulare ausfĂŒllen und persönliche Daten weitergeben. Inhalte, die mit AutoritĂ€t, Druck oder Angst sowie mit Vertrauen zu tun haben, weisen die höchsten Klickraten auf. Die erfolgreichste Betreffzeile simulierter Phishing-Mails war "Gehaltsabrechnungsfehler"; sie spielt mit dem Auslösen von Druck und Angst und erzielte eine Klickrate von 62 Prozent.

Die fĂŒnf hĂ€ufigsten Angriffsarten, die von Unternehmen genannt wurden, sind Phishing, Malware, DDoS, Ransomware und Social-Engineering-Angriffe, die ĂŒber Phishing und Vishing hinausgehen. Interessant dabei: Auch Angriffe wie Malware und Ransomware beginnen in der Regel (in 80 Prozent der FĂ€lle) mit Phishing oder anderen Arten der menschlichen Manipulation.

Angriffe erfolgen zunehmend ĂŒber mehrere KanĂ€le. In diesem Jahr hat SoSafe QR-Codes, Lieferketten oder Drittanbieter und physische Sicherheitsverletzungen als wachsende Bedrohungsvektoren gemessen, die von Cyberkriminellen genutzt werden. Email bleibt der beliebteste Kanal fĂŒr Phishing-Angriffe, die Dominanz geht hier tendenziell zurĂŒck (von 61 Prozent auf 51 Prozent von 2022 bis 2023), da eine Diversifizierung stattfindet.

"Cyberkriminelle werden sich immer auf das konzentrieren, was funktioniert. In der Regel handelt es sich dabei um eine Mischung aus altbewĂ€hrten und neuartigen Methoden, mit denen sie versuchen, ihre Angriffe zu beschleunigen, zu personalisieren und auszuweiten", so Andrew Rose, Chief Security Officer bei SoSafe. Er betont die Relevanz von gutem Awareness-Training: "Mitarbeitende mĂŒssen eine Mischung aus starken Grundlagen lernen, die auch dann noch gĂŒltig sind, wenn sich die Bedrohungen weiterentwickeln. Sie brauchen aber auch eine Art 'Intuition' fĂŒr Sicherheitsbedrohungen, die ihnen hilft, neue, sich stĂ€ndig verĂ€nderte Angriffe zu erkennen und entsprechend zu reagieren."

DACH-Unternehmen depriorisieren Cybersicherheit trotz Risikobewusstsein

Starke technische Sicherheitsmaßnahmen sind zwar unerlĂ€sslich, aber sie allein schĂŒtzen nicht vor den Taktiken moderner Cyberkrimineller. Bereits 87 Prozent der Sicherheitsbeauftragten sehen den Aufbau einer ganzheitlichen Sicherheitskultur im Unternehmen - unter Einbezug ihrer Mitarbeitenden - als klare PrioritĂ€t.

Nahezu alle Unternehmen (99 Prozent der Befragten) gaben an, dass leitende Angestellte und der Vorstand an der Verwaltung und Entscheidungsfindung im Bereich der Cybersicherheit beteiligt sind. Gleichzeitig gaben weniger als die HĂ€lfte der Befragten im DACH-Raum (43 Prozent) an, dass der Fokus auf Cybersicherheit aufseiten der GeschĂ€ftsleitung ansteigt. Zum Vergleich: In Großbritannien sind es 73 Prozent und in Spanien 66 Prozent. Ein FĂŒnftel im DACH-Raum sagte, dass der Fokus nachlĂ€sst; bei 10 Prozent der Befragten im DACH-Raum ist Cybersecurity noch gar keine UnternehmensprioritĂ€t.

Gleichzeitig gab ĂŒber die HĂ€lfte der Befragten (53 Prozent) an, dass das Budget fĂŒr Cybersecurity in den letzten zwei Jahren angestiegen ist, der Großteil (47 Prozent) reagierte damit auf die aktuelle Bedrohungslage und 40 Prozent auf konkrete SicherheitsvorfĂ€lle oder -verstĂ¶ĂŸe.

Dr. Niklas Hellemann ist ĂŒberzeugt, dass sich eine ganzheitliche Sicherheitskultur nur mit dem Fokus auf die Mitarbeitenden im Unternehmen stĂ€rken lĂ€sst: "Wir haben ĂŒber mehrere Jahre hinweg mit Tausenden von Unternehmen zusammengearbeitet und den Menschen in den Fokus gestellt. Dabei hat sich eines immer wieder bestĂ€tigt: Ein verhaltensorientierter Ansatz zur nachhaltigen Minderung menschlicher Risiken und zur BefĂ€higung der Mitarbeitenden funktioniert. In nur einem Jahr konnten unsere Kunden die Melderaten um bis zu 147 Prozent steigern, was ein klares Zeichen fĂŒr eine etablierte proaktive Sicherheitskultur ist.

Den gesamten Report finden Sie hier: Human Risk Review 2024.

[1] https://ots.de/JBLiDL

Pressekontakt:

Cognito Media
Rebecca Quack
rebecca.quack@cognitomedia.de
+49 (0) 211 175 2085 23
cognitomedia.com

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