Krankschreibung, Koalition

Krankschreibung: Koalition plant Reform ab erstem Krankheitstag

03.07.2026 - 22:49:36 | boerse-global.de

Unternehmen investieren verstärkt in Gesundheitsangebote, während die Politik eine Reform der Krankschreibung plant.

Betriebliche Gesundheit: Neue Partnerschaften und Reformpläne 2026
Krankschreibung - Zwei Hände, eine im Business-Anzug, die andere in medizinischer Kleidung, schütteln sich. Digitale Gesundheitsdaten verbinden sie. 03.07.2026 - Bild: über boerse-global.de

Die Mitarbeiterbindung soll steigen, die Fehlzeiten sinken.

Digitale Plattformen für die weibliche Gesundheit

Die ARAG Krankenversicherung startete am 2. Juli eine Kooperation mit Evela Health. Vollversicherte Kundinnen ab 40 Jahren erhalten Zugang zu einer digitalen Plattform für Wechseljahresbegleitung – inklusive Beratung und Therapieplänen.

Fitness wird digital und outdoor

EGYM Wellpass erweitert sein Angebot für aktive Erholung. Ab Juli gibt es für Nutzer über eine Kooperation mit komoot kostenfreien Zugang zu Premium-Diensten für Outdoor-Aktivitäten. Der Trend geht klar zur Kombination von klassischem Fitnessstudio mit digitalen Wellness-Komponenten.

Krankschreibung vor der Reform?

Der Koalitionsausschuss aus Union und SPD kündigte am 2. Juli Pläne für eine Reform der Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung an. Diskutiert wird eine Nachweispflicht ab dem ersten Krankheitstag sowie die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung.

Der Hintergrund: Der Krankenstand lag 2025 bei 5,4 Prozent – das sind durchschnittlich 19,5 Fehltage pro Kopf. Hauptursachen sind Atemwegserkrankungen und Muskel-Skelett-Beschwerden. Psychische Erkrankungen legten um 6,9 Prozent zu.

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Der Krankenstand liegt bei 5,4 Prozent – 19,5 Fehltage pro Kopf. Psychische Erkrankungen steigen um 6,9 Prozent. Wer jetzt nicht auf betriebliche Prävention setzt, verliert nicht nur Produktivität, sondern auch Mitarbeiter. Die Neubesetzung einer Stelle kostet das 1,5- bis 2-Fache eines Jahresgehalts. Dieser Report liefert die entscheidenden Hebel. Jetzt kostenlosen Präventions-Report anfordern

Experten von IGES und DAK betonen: Ein direkter Zusammenhang zwischen dem bürokratischen Verfahren der Krankschreibung und der tatsächlichen Höhe des Krankenstands sei nicht nachweisbar. Sie empfehlen stattdessen mehr betriebliche Prävention.

Gesundheit als Bindungsfaktor

Die Neubesetzung einer Stelle kostet das 1,5- bis 2-Fache eines Jahresgehalts. SAP zeigt, wie es besser geht: Die Mitarbeiterbindung lag 2024 bei 96,7 Prozent, die Fluktuation bei 7,8 Prozent.

Neben Gesundheitsangeboten spielt die betriebliche Altersvorsorge eine zentrale Rolle. Seit 2019 müssen Arbeitgeber einen Zuschuss zur Entgeltumwandlung leisten. Die Kombination aus Vorsorge und Gesundheits-Benefits wird zum entscheidenden Instrument im Employer Branding.

Regionale Netzwerke und langfristige Planung

Am 2. Juli trafen sich 35 Personalverantwortliche in Mörlenbach zum 15. HR-Netzwerktreffen der Wirtschaftsförderung Bergstraße. Themen: Resilienz durch Führung und die Messbarkeit von Arbeitsfähigkeit. Die Fachvorträge hoben die Bedeutung mentaler Gesundheit für die Leistungsfähigkeit hervor.

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Die Koalition plant die Nachweispflicht ab dem ersten Krankheitstag – doch Experten betonen: Der eigentliche Hebel ist betriebliche Prävention. SAP zeigt, wie es geht: 96,7 Prozent Mitarbeiterbindung. Nutzen Sie die bewährten Maßnahmen aus unserem Report, bevor die Reform Ihre Personalplanung durcheinanderbringt. Präventions-Report jetzt sichern

Fünf maßgebliche Verbände der Gesundheitshandwerke unterzeichneten eine neue Kooperationsvereinbarung für 2027 bis 2031. Die Allianz vertritt rund 30.000 Betriebe mit über 190.000 Beschäftigten – Ziel ist die nachhaltige Sicherung der Versorgungsqualität.

Die FVA Baden-Württemberg veröffentlichte am 2. Juli ein Handbuch für Kur- und Heilwälder. Es bietet einen Rahmen für die gezielte Nutzung forstlicher Flächen zur Therapie und Prävention. Ein weiterer Baustein im wachsenden Ökosystem betrieblicher Gesundheit.

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