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Microsoft Patchday: 570–622 Schwachstellen in einem Update behoben

Veröffentlicht: 16.07.2026 um 12:41 Uhr, Redaktion boerse-global.de

Zoom schließt kritische Lücke mit Höchst-Risikowert, Microsoft behebt Rekordzahl an Sicherheitslücken inklusive aktiv ausgenutzter Zero-Day-Schwachstellen.

Zoom und Microsoft: Notfall-Updates schließen kritische Sicherheitslücken
Nahaufnahme eines Laptop-Bildschirms mit einem digitalen Vorhängeschloss-Symbol über einem unscharfen Videokonferenz-Bildschirm, der Dringlichkeit vermittelt. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Sowohl Zoom als auch Microsoft schließen schwerwiegende Sicherheitslücken, die Angreifern die Übernahme von Nutzerkonten ermöglichen.

Kritische Lücke in Zoom-Clients

Der Videokonferenz-Anbieter warnt vor einer kritischen Sicherheitslücke in seinen Windows-Clients. Die als CVE-2026-53412 eingestufte Schwachstelle erreicht einen CVSS-Wert von 9,8 – die höchste Risikostufe. Ein Fehler bei der Eingabevalidierung erlaubt es nicht authentifizierten Angreifern, Nutzerkonten über das Netzwerk zu übernehmen.

Betroffen sind Zoom Workplace vor Version 7.0.0, der VDI-Client vor den Versionen 7.0.10, 6.6.15 oder 6.5.18 sowie das Meeting SDK vor Version 7.0.0. Insgesamt schloss Zoom vier Sicherheitslücken, drei davon mit hohem Risiko. Das Unternehmen empfiehlt ein sofortiges Update auf Version 7.1.0 oder höher. Hinweise auf eine aktive Ausnutzung der kritischen Lücke liegen nicht vor – sie wurde intern entdeckt.

Rekord-Patchday bei Microsoft

Parallel zu den Zoom-Meldungen veröffentlichte Microsoft seinen bisher umfangreichsten Patchday. Der Konzern behob zwischen 570 und 622 Schwachstellen in verschiedenen Produkten. Allein auf Windows entfallen über 400 Korrekturen, weitere Patches betreffen Office, Edge, SharePoint und Azure.

Besonders alarmierend: Drei Zero-Day-Lücken wurden geschlossen, von denen zwei bereits aktiv für Angriffe genutzt wurden. Eine Schwachstelle im SharePoint Server (CVE-2026-56164) erlaubt Rechteausweitung ohne Authentifizierung. Eine weitere Lücke betrifft die Active Directory Federation Services (ADFS, CVE-2026-56155). Die dritte öffentlich bekannte Schwachstelle steckt in der Verschlüsselungssoftware BitLocker (CVE-2026-50661) – für deren Ausnutzung ist jedoch physischer Zugriff nötig.

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KI hilft bei der Fehlersuche

Microsoft setzt bei der Identifizierung von Schwachstellen vermehrt auf künstliche Intelligenz. Ein KI-gestütztes System namens MDash half dabei, die hohe Zahl der im Juli behobenen Fehler aufzuspüren.

Mit den Updates kündigte Microsoft zudem das Support-Ende für SharePoint 2016 und 2019 an. Windows-11-Nutzer erhalten mit den Updates KB5101650 beziehungsweise KB5099414 neben Sicherheitsfixes auch funktionale Neuerungen wie Point-in-Time-Wiederherstellung und verbesserte Bluetooth-Konnektivität.

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Jetzt updaten – oder Risiken eingehen

Angesichts der aktiv ausgenutzten Schwachstellen im Microsoft-Ökosystem und der kritischen Situation bei Zoom drängen Sicherheitsbehörden Unternehmen und Privatpersonen zum sofortigen Update. Besonders in professionellen Umgebungen, in denen Videokonferenz-Tools und SharePoint zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit sind, droht sonst ein hohes Risiko für die Integrität der Unternehmensdaten.

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