Minijobs, Söder

Minijobs: Söder lehnt Versicherungspflicht ab – Rentenreform umstritten

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 08:21 Uhr, Redaktion boerse-global.de

CSU-Chef Markus Söder lehnt eine Abschaffung der Minijobs ab und widerspricht damit den Empfehlungen der Rentenkommission. Wirtschaftsverbände unterstützen seine Position.

Söder verteidigt Minijobs gegen Rentenkommissions-Pläne
Menschen arbeiten in verschiedenen Minijobs in Deutschland, wie Gastronomie, Einzelhandel und Landwirtschaft, symbolisierend ihre wirtschaftliche Bedeutung. Illustration mit AI erstellt ĂĽbermittelt durch boerse-global.de

Ein Ende dieser Beschäftigungsform würde wichtigen Wirtschaftszweigen massiv schaden, sagte er der Augsburger Allgemeinen.

Damit widerspricht Söder den Empfehlungen der Rentenkommission der schwarz-roten Koalition. Das Gremium will Minijobs bis 603 Euro monatlich voll in die gesetzliche Rentenversicherung einbeziehen – faktisch das Ende des Sonderstatus.

Gastronomie und Handel warnen

Besonders die Gastronomie, der Einzelhandel und die Landwirtschaft seien auf die flexiblen Arbeitsverhältnisse angewiesen, so Söder. Ein Ende des Modells wäre der falsche Weg.

Die Reaktionen auf seine Aussagen fallen gemischt aus. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) wirft Söder eine rückwärtsgewandte Haltung vor. Eine volle Rentenversicherungspflicht sei essenziell, um Altersarmut zu bekämpfen.

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Unterstützung kommt dagegen aus der Wirtschaft. Mehrere Verbände schickten einen Brandbrief an Arbeitsministerin Bärbel Bas und Gesundheitsministerin Nina Warken. Sie fordern den Fortbestand der Minijobs unter den aktuellen Bedingungen.

Söder: Rente mit 63 abschaffen

Statt die Minijobs anzutasten, will Söder an anderer Stelle reformieren. Er fordert die Abschaffung der Rente mit 63 und den Einstieg in eine kapitalgedeckte Altersvorsorge.

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Die Bundesregierung will die umfassende Rentenreform bis Ende 2026 beschlieĂźen. Ob die Versicherungspflicht fĂĽr Minijobs Teil des Pakets wird, ist nach den aktuellen Kontroversen offen.

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