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O2 Telefónica: 1.000 Stellen fallen weg, Verdi kritisiert Vorgehen

Veröffentlicht: 12.07.2026 um 09:49 Uhr, Redaktion boerse-global.de

O2 Telefónica baut rund 1.000 Stellen ab, vor allem im Service und Vertrieb. Verdi wirft dem Management mangelnde Strategie vor.

O2 Telefónica streicht 1.000 Stellen: Verdi kritisiert Sparkurs
Eine Nahaufnahme eines Schreibtisches in einem modernen Büro mit einem Computer, der einen rückläufigen Finanzchart anzeigt, und einem zerknüllten Dokument. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Rund 1.000 der insgesamt 6.820 Stellen sollen wegfallen. Die Gewerkschaft Verdi reagierte scharf und wirft dem Management „planloses Vorgehen“ vor.

Kundenservice und Vertrieb besonders betroffen

Der Stellenabbau soll noch 2026 über die Bühne gehen. Besonders der Kundenservice, die Zentrale und der Einzelhandel müssen mit Kürzungen rechnen. Im Retail-Bereich läuft bereits ein Freiwilligenprogramm.

Verdi schätzt, dass O2 mit dem Personalabbau rund 100 Millionen Euro sparen will. Die Gewerkschaft vermisst jedoch ein Zukunftskonzept für die verbleibenden Mitarbeiter. „Das ist keine Strategie, das ist planloses Sparen“, hieß es aus Arbeitnehmerkreisen.

Großkunde 1&1 wechselt zu Vodafone

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Der Hintergrund der Sparmaßnahmen ist düster: O2 verlor Ende 2025 seinen Großkunden 1&1 an Vodafone. Rund 12 Millionen Kunden gingen damit verloren – ein herber Schlag für die Bilanz.

2025 setzte O2 Telefónica 8,2 Milliarden Euro um – ein Minus von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Noch stärker fiel das Betriebsergebnis: Das EBITDA sank um 8,8 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro. Die Aktie reagierte nervös, pendelte zwischen leichten Verlusten und Gewinnen.

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Führungswechsel und schrumpfender Vorstand

Seit Ende 2025 steht Santiago Argelich Hesse an der Spitze des Konzerns. Unter seiner Ägide schrumpfte der Vorstand von sieben auf sechs Mitglieder. Ob der Stellenabbau allein reicht, um wettbewerbsfähig zu bleiben, bezweifeln nicht nur Gewerkschafter. Ohne neue Wachstumsimpulse bleibe die Zukunft ungewiss.

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