Sicherheitsinfrastruktur: 723.000 neue Jobs in Deutschland geplant
Veröffentlicht: 12.07.2026 um 09:40 Uhr, Redaktion boerse-global.de
Allein hierzulande winkt ein milliardenschwerer Wirtschaftsboom.
Milliarden für die Sicherheit
NATO-Investitionen in Sicherheitsinfrastruktur könnten europaweit 4,4 Millionen Arbeitsplätze schaffen. Das geht aus einer am 10. Juli 2026 veröffentlichten Studie von EY und der DekaBank hervor. Für Deutschland prognostizieren die Forscher rund 723.000 neue Stellen und einen BIP-Anstieg von 1,5 Prozent.
Die jährlichen Zusatzeinnahmen für Steuern und Sozialabgaben beziffern die Autoren auf 17,2 Milliarden Euro. Zwei große Hürden bremsen die Umsetzung jedoch: die angespannte Haushaltslage und langwierige Genehmigungsverfahren.
Gesetz gegen Bürokratie
Der Bundesrat hat deshalb am selben Tag das Infrastruktur-Zukunftsgesetz verabschiedet. Ziel: Planungs- und Genehmigungsverfahren für Schienen, Brücken und Fernstraßen deutlich verkürzen. Künftig erhalten zentrale Projekte den Status eines überragenden öffentlichen Interesses.
Zudem setzt das Gesetz auf Digitalisierung der Verfahren. Die Straßenbaubehörden übernehmen die alleinige Verantwortung – Schluss mit bürokratischen Verzögerungen durch mehrere Instanzen.
Drohnen erkennen, Krisen managen
In Landscheid eröffnete am 10. Juli 2026 ein neues Drohnen-Kompetenzzentrum. Dort trainieren Unternehmen, Behörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen die Erkennung unbefugter Flugobjekte. Das System arbeitet mit passiver Funksignalerfassung – es ortet auch sogenannte schwarze Drohnen ohne aktive Signale.
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Auch die Krisenvorbereitung läuft auf Hochtouren. Die Bundesakademie für Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (BABZ) verzeichnet einen deutlichen Teilnehmeranstieg: 2025 absolvierten 3.656 Führungskräfte die Trainings, nach 2.329 im Vorjahr. Die Akademie plant, ihr Angebot von 170 auf 700 Seminare pro Jahr bis 2029 auszuweiten. Die Innenministerkonferenz strebt zudem verpflichtende Zivilschutz-Schulungen alle sechs Jahre an.
Spezialschulungen für harte Arbeit
In Oldenburg diskutierten Fachleute am 10. Juli 2026 über die grabenlose Erneuerung von Asbestzementleitungen. Schwerpunkt: emissionsarme Verfahren und rechtliche Vorgaben zur Arbeitssicherheit bei belasteter Bausubstanz.
International vereinheitlichen sich die Standards. ECITB Global hat 2026 neue Schulungsprogramme für Arbeiten in beengten Räumen weltweit ausgerollt – nach erfolgreicher Einführung in Katar. Deutsche Spezialfirmen wie GP Log und GP Con meldeten am 10. Juli 2026 den Erhalt internationaler ISO-Zertifizierungen für Qualitätsmanagement und Arbeitssicherheit.
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Die globale Bedeutung zeigt sich auch in Großprojekten: In Indien sicherte sich DPR Construction am 10. Juli 2026 einen Auftrag für zehn Megaprojekte mit digitalen Planungskonzepten. In Nigeria würdigte die Nigerian Society of Engineers ein Infrastrukturprojekt für über 500.000 Arbeitsstunden ohne verletzungsbedingte Ausfallzeiten.
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