Public Viewing: 70 Prozent Kosten absetzbar bei Geschäftspartnern
25.06.2026 - 22:40:35 | boerse-global.de
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 läuft – und viele Firmen laden Mitarbeiter oder Geschäftspartner zu Public-Viewing-Events ein. Doch die Steuerregeln sind streng.
Wer heute das Deutschland-Spiel gegen Ecuador mit dem Team schaut, muss genau wissen: Handelt es sich um eine geschäftliche Bewirtung oder eine Mitarbeiterveranstaltung? Die Unterschiede sind entscheidend für die Steuer.
Bewirtung von Geschäftspartnern: 70 Prozent absetzbar
Laden Unternehmen Kunden oder Lieferanten zum Public Viewing ein, können sie die Kosten zu 70 Prozent als Betriebsausgaben abziehen. Die Vorsteuer ist sogar komplett abziehbar.
Anders sieht es bei reinen Mitarbeiter-Events aus. Hier gilt ein Freibetrag von 110 Euro pro Arbeitnehmer und Veranstaltung. Wichtig: Die Regelung ist auf maximal zwei Events pro Jahr begrenzt.
Enthält ein Event sowohl geschäftliche als auch private Anteile, müssen Firmen die Kosten entsprechend aufteilen. Ab 2027 kommt zudem die E-Rechnungspflicht im B2B-Bereich – das formalisiert die Dokumentation weiter.
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FuĂźballwetten: Wann Gewinne steuerfrei bleiben
Ein Klassiker im Kollegenkreis: die Tipprunde zur WM. Die gute Nachricht: Gewinne aus privaten, gelegentlichen Wetten bleiben steuerfrei – selbst bei fünf- oder sechsstelligen Summen.
Die Sportwettensteuer von 5,3 Prozent (seit 2012) zahlen ohnehin die Anbieter. Allerdings geben viele Anbieter diese Kosten an die Kunden weiter.
Vorsicht: Wer gewerblich wettet – also planmäßig und nachhaltig –, wird steuerpflichtig. Auch Folgeerträge wie Zinsen aus Wettgewinnen sind steuerpflichtig.
Regionale Sonderregeln fĂĽr Public Viewing
Viele Kommunen haben ihre Lärmschutz- und Gastronomieverordnungen befristet gelockert. In Nordrhein-Westfalen gelten für Dortmund, Düsseldorf und Essen unterschiedliche Kapazitäts- und Zugangsregeln für Fan-Events.
Stuttgart duldet Außenübertragungen nach Mitternacht – solange die Gastronomiezeiten eingehalten werden. Das Saarland hat die Öffnungszeiten für Biergärten bis zum Spielende verlängert, befristet bis zum 19. Juli 2026.
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Reisebereitschaft bleibt trotz Kosten stabil
Trotz steigender Treibstoffpreise: Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Aktuelle Umfragen zeigen, dass ein Großteil in den kommenden Monaten verreisen will – Inlands- und Auslandsziele halten sich fast die Waage.
