Suchtprobleme im Job: Jeder vierte BeschÀftigte bemerkt FÀlle
27.06.2026 - 03:00:29 | boerse-global.de
Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV). Befragt wurden 2.016 ErwerbstÀtige zwischen dem 11. und 16. Juni 2026.
Alkohol ist mit 21 Prozent das hĂ€ufigste Problem, gefolgt von Cannabis und Nikotin mit je fĂŒnf Prozent. Medikamentenmissbrauch oder illegale Drogen beobachteten jeweils vier Prozent der Teilnehmer. Besonders betroffen: Verkehr und Logistik (35 Prozent), Sozialwesen (32 Prozent), öffentliche Verwaltung (31 Prozent) und das verarbeitende Gewerbe (30 Prozent).
InformationslĂŒcke in den Betrieben
Nur 54 Prozent der Befragten kennen die betrieblichen Regeln zum Umgang mit Suchtmitteln. Eine offene GesprĂ€chskultur nehmen lediglich 28 Prozent wahr. DGUV-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Stephan Fasshauer fordert deshalb mehr PrĂ€ventionsarbeit. Die Zahlen zeigen: Hier besteht dringender Handlungsbedarf.
BG ETEM reformiert Gefahrtarife
Die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) hat am 26. Juni 2026 einen neuen Gefahrtarif verabschiedet. Er gilt ab 1. Januar 2027 bis Ende 2032. Die bisher getrennten Gewerbezweige fĂŒr elektrotechnische Installationen werden zu einer gemeinsamen Tarifstelle mit der Gefahrklasse 9,07 fusioniert.
Um die BeitragsnachlĂ€sse der Berufsgenossenschaften voll auszuschöpfen, ist eine lĂŒckenlose Dokumentation der Arbeitssicherheit unerlĂ€sslich. Dieser kostenlose Report liefert bewĂ€hrte Hilfsmittel, die in der Praxis und vor Behörden standhalten. Rechtssichere GefĂ€hrdungsbeurteilung jetzt kostenlos erstellen
Auch andere Bereiche sind betroffen: Der âTextile Serviceâ wird kĂŒnftig der Tarifstelle âWĂ€schereiâ zugeordnet (Gefahrklasse 6,28). FĂŒr die Fotografie entsteht eine eigene Tarifstelle mit Klasse 3,40. Ab dem dritten Mitgliedsjahr gibt es zudem einen Beitragsnachlass von 18 Prozent â ein Anreiz fĂŒr mehr Arbeitssicherheit.
Psychische Belastung im Fokus
Das 11. PrĂ€ventionsforum der Nationalen PrĂ€ventionskonferenz am 23. Juni 2026 in Berlin drehte sich um psychische Gesundheit am Arbeitsplatz. Rund 200 Fachleute diskutierten ĂŒber Digitalisierung und technologischen Stress. Der Hintergrund: Bereits 2024 waren psychische Störungen die dritthĂ€ufigste Ursache fĂŒr krankheitsbedingte Fehlzeiten. Die Ergebnisse flieĂen in die nationale PrĂ€ventionsstrategie ein.
Psychische Belastungen am Arbeitsplatz rechtzeitig zu erkennen, bevor Kollegen langfristig ausfallen, gehört zu den zentralen Aufgaben moderner Sifas. Nutzen Sie diese kostenlosen Excel-Muster-Vorlagen, um die gesetzlichen Anforderungen nach § 5 ArbSchG rechtssicher umzusetzen. Muster-Vorlagen zur Erkennung psychischer Belastungen sichern
Homeoffice: Weg zum Mittagessen ist Arbeitsunfall
Das Landessozialgericht Darmstadt stÀrkt den Schutz im Homeoffice. In einem aktuellen Urteil werteten die Richter den Weg zum Mittagessen wÀhrend mobiler Arbeit als Arbeitsunfall. Voraussetzung: Der Weg dient der Erhaltung der ArbeitsfÀhigkeit und beginnt oder endet am hÀuslichen Arbeitsplatz. Im konkreten Fall wurde der Oberarmbruch einer Frau auf dem Weg zum Imbiss als versicherter Unfall anerkannt.
Technik gegen RĂŒckenschmerzen
Auf der Messe âThe smarter E Europeâ in MĂŒnchen prĂ€sentierte die hTRIUS GmbH Ende Juni ein spezialisiertes RĂŒcken-Exoskelett. Der BionicBack ist auf die Solar- und Photovoltaikbranche zugeschnitten und lĂ€sst sich mit einer Absturzsicherung kombinieren. Das passive System entlastet die WirbelsĂ€ule bei Montagearbeiten.
Parallel dazu kĂŒndigt das Softwareunternehmen Veeva Systems fĂŒr August 2026 eine neue Anwendung fĂŒr Umwelt, Gesundheit und Sicherheit (EHS) an. Die Software integriert sich in bestehende QualitĂ€tsmanagementsysteme und soll Risiken am Arbeitsplatz in Echtzeit sichtbar machen. So lassen sich Gefahren proaktiver steuern.
